Vinzenz-von-Paul-Schule wird „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“
Die Aufnahme in das bundesweite Netzwerk ist das Ergebnis eines gemeinsamen Engagements der gesamten Schulgemeinschaft. Mehr als 90 Prozent der Beteiligten hatten sich im Vorfeld für den Beitritt ausgesprochen und damit ein deutliches Zeichen für Respekt, Vielfalt und ein diskriminierungsfreies Miteinander gesetzt.
"Die Aufnahme in das Netzwerk ist weit mehr als eine Auszeichnung. Sie ist ein sichtbares Zeichen für Haltung und gelebte Verantwortung", betonte Dr. Ansgar Seidel in seinem Grußwort. Der Vorstandssprecher des Caritasverbandes hob hervor, dass gerade an einer Förderschule für geistige Entwicklung täglich erfahrbar werde, wie wertvoll Vielfalt sei. "Hier lernen, arbeiten und leben Menschen mit ganz unterschiedlichen Fähigkeiten, Lebensgeschichten und Persönlichkeiten miteinander. Und genau darin liegt eine große Stärke."
Neben Dr. Ansgar Seidel richtete auch Beckums Bürgermeister Michael Gerdhenrich ein Grußwort an die Gäste. Auch das Stadtoberhaupt würdigte das Engagement der Schule für ein respektvolles Zusammenleben. Die Schule zeige, so Gerdhenrich, dass Dinge wie Rassismus, Intoleranz und Schubladendenken in Beckum keinen Platz haben und insbesondere keinen Platz an der Vinzenz-von-Paul-Schule.
Die Schülerinnen und Schüler gestalteten die Feierstunde aktiv mit. Eine Gruppe Trommler machten den Anfang. Schülerinnen und Schüler der Berufspraxisstufe sowie der Sekundarstufe stellten mit dem Lied "Wie schön du bist" ein musikalisches Zeichen für Wertschätzung und Vielfalt - in Gebärdensprache. Zudem wurden die Paten des Projekts, die Musikgruppe "Well done Son", vorgestellt.
Die Musikgruppe übernimmt im Rahmen des Projekts die Patenschaft für die Vinzenz-von-Paul-Schule. Das Netzwerk "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" sieht vor, dass Patinnen oder Paten die Schulen auf ihrem Weg begleiten und Projekte gegen Diskriminierung unterstützen. Mit ihrem Song "Heim an den Bächen" bewegten auch sie das Publikum zum Klatschen und Mitsingen.
Im Rahmen eines Kurzinterviews wurde außerdem erläutert, warum es wichtig ist, gegen Rassismus einzutreten und was jeder Einzelne gegen Ausgrenzung und Vorurteile tun kann. Die Botschaft war klar: Respekt beginnt im Alltag und jeder Mensch kann dazu beitragen, dass sich andere angenommen und wertgeschätzt fühlen.
Für den Caritasverband als Schulträger ist die Aufnahme in das Netzwerk eine konsequente Fortsetzung der eigenen Werte. "Caritas bedeutet Nächstenliebe. Deshalb ist uns wichtig, dass jeder Mensch in seiner Würde gesehen und geachtet wird - unabhängig von Herkunft, Sprache, Religion, Behinderung oder persönlicher Lebensgeschichte", sagte Dr. Seidel.
Mit der Aufnahme in das Netzwerk verbindet die Schulgemeinschaft zugleich einen Auftrag für die Zukunft. "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" sei kein einmaliges Projekt, sondern eine Haltung, die immer wieder neu mit Leben gefüllt werden müsse. Die Vinzenz-von-Paul-Schule wolle diesen Weg weiterhin gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern, Eltern, Mitarbeitenden und Partnern gestalten.
Gemeinsam ein Zeichen für Vielfalt, Respekt und Courage: Die Vinzenz-von-Paul-Schule in Beckum wurde am 9. Juni 2026 in das Netzwerk "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" aufgenommen. (Foto: R. Sauter)
