Anerkennung der „Bernhard und Eugenie Lauvers-Stiftung“
Münster/Warendorf (pbm/acl). Mit der offiziellen Anerkennung der "Bernhard und Eugenie Lauvers-Stiftung" ist im Bistum Münster eine neue kirchliche Stiftung entstanden, die sich der Unterstützung von Menschen mit Behinderungen widmet. Regierungspräsident Andreas Bothe überreichte den Anerkennungsbescheid am 4. Mai in der Bezirksregierung Münster. Die kirchliche Stiftung bürgerlichen Rechts verfolgt insbesondere die Förderung der Hilfe für Menschen mit Behinderungen, vorwiegend im Kreis Warendorf.
Obwohl Eugenie Lauvers bereits im Jahr 2017 die Idee einer Stiftungserrichtung an die Stiftungsbehörde herangetragen hatte, geht die Stiftung letztlich auf ihre testamentarische Verfügung zurück. So hatte Eugenie Lauvers aus Ostbevern frühzeitig die Grundlage für ihr langfristiges gesellschaftliches Engagement geschaffen. Nach ihrem Tod im Dezember 2022 wurde der Errichtungsprozess entsprechend ihres letzten Willens durch den Testamentsvollstrecker Christian Meyer, Stiftungsbeauftragter des Bistums Münster und künftiges Vorstandsmitglied, fortgeführt. Die Stiftung wurde durch den Bischöflichen Stuhl als Alleinerben errichtet.
"Die Bernhard und Eugenie Lauvers-Stiftung steht beispielhaft für gelebte christliche Verantwortung und nachhaltiges gesellschaftliches Engagement. Mit ihrem Vermächtnis setzt Eugenie Lauvers ein starkes Zeichen für Mitmenschlichkeit, Fürsorge und konkrete Hilfe für Menschen mit Behinderungen in unserer Region", betonte Regierungspräsident Andreas Bothe bei der Übergabe des Bescheides.
Christian Meyer, Stiftungsbeauftragter des Bistums Münster und Testamentsvollstrecker, unterstrich die besondere Bedeutung der Stiftung aus kirchlicher Perspektive: "Die Errichtung der Stiftung ist Ausdruck eines tief verwurzelten christlichen Selbstverständnisses, das über den Tod hinaus wirkt. Es ist ein großes Geschenk, dass das Vermögen der Eheleute Lauvers dauerhaft in den Dienst von Menschen gestellt wird, die auf Unterstützung angewiesen sind. Damit wird Nächstenliebe konkret und nachhaltig erfahrbar."
Beim Anerkennungstermin war neben Christian Meyer auch Dr. Ansgar Seidel, Vorstandssprecher des Caritasverbands im Kreisdekanat Warendorf e. V. und künftiges Vorstandsmitglied, anwesend. Begleitet wurden sie von Claudia Kummer, Diözesanjuristin beim Generalvikariat des Bistums Münster als Vertreterin des Bischöflichen Stuhls.
Dr. Ansgar Seidel hob die enge und langjährige Verbindung der Eheleute Lauvers zur Caritas hervor. Über Jahrzehnte hinweg seien sie in der Behindertenhilfe engagiert gewesen und hätten ihre Unterstützung konsequent an einer gemeinsamen Zielsetzung ausgerichtet. Auch die Übergabe des Familienhofs in Ostbevern an den Caritasverband sei Ausdruck dieses Engagements gewesen, um dort künftig Menschen mit Behinderungen zu betreuen. "Dass wir als Caritasverband eine zentrale Rolle bei der Umsetzung der Hilfsangebote übernehmen dürfen, ist für uns ein großer Vertrauensbeweis - und zugleich ein Auftrag, den wir verantwortungsvoll annehmen", sagte Seidel.
Zweck der Stiftung ist die umfassende Unterstützung von Menschen mit körperlichen, geistigen oder seelischen Beeinträchtigungen. Dies reicht von direkter finanzieller Hilfe über medizinische Versorgung, Betreuungs- und Therapiemaßnahmen bis hin zur Förderung von Teilhabe, Bildung, sozialen Angeboten und möglichen Wohn- und Betreuungseinrichtungen. Die Stiftung orientiert sich dabei ausdrücklich an christlichen Werten wie Nächstenliebe und sozialer Verantwortung.
Mit ihrer Anerkennung ist die "Bernhard und Eugenie Lauvers-Stiftung" die 762. Stiftung im Regierungsbezirk Münster, die 82. Stiftung im Kreis Warendorf sowie die 12. Stiftung in der Stadt Warendorf.

Bildunterschrift: Bei der Übergabe des Anerkennungsbescheids: (von links) Ute Klein, Alexa Große-Heidermann (beide Bezirksregierung Münster), Dr. Ansgar Seidel (Caritasverband Warendorf), Regierungspräsident Andreas Bothe, Christian Meyer (Bistum Münster) und Claudia Kummer (Diözesanjuristin, Bistum Münster).
Foto: Bischöfliche Pressestelle/Ann-Christin Ladermann