Kein Kopftuchverbot auf der Bühne

Theaterprojekt „Gesichter der Welt“ feiert gelungenen Auftritt

aus: WN, von Beate Trautner
Warendorf – Im Mai diesen Jahres ist das Theaterprojekt „Gesichter der Welt“ des Fachdienstes für Integration und Migration (FIM) der Caritas gestartet. Das Theaterprojekt, gefördert durch den BAMF, ist speziell für Frauen mit Fluchterfahrung und Migrationshintergrund.
Gleich drei Gruppen präsentierten die Ergebnisse ihrer Probenarbeit einem begeisterten Publikum im Sophiensaal. Für die Besucher ist die Theateraufführung eine Überraschung, denn der Auftritt ist in den Fachtag zum Thema „Integration und Interkulturelle Kompetenz“ des FIM der Caritas eingebettet.
Unter der Leitung von Theaterpädagogin Beate Trautner haben die drei Gruppen ihre Bedürfnisse und Ideen umgesetzt und verschiedene Szenen entwickelt.
Zu sehen bekommen die Gäste eine Theatercollage brisanter aktueller und alltäglicher Themen, die durch Musik und Bewegungselemente miteinander verbunden sind. Das Theaterstück zeigt sich Kultur- und Generationsübergreifend. Klischees, Diskriminierung und das Thema Flucht werden auf vielfältige Weise bildlich gemacht.
Den Beginn macht die Gruppe aus Beelen. Maria Grieben, Melanie Wegener und Selma Cömertpay zeigen gleich zwei Szenen, in denen sie kulturelle Unterschiede aber auch Gemeinsamkeiten auf eindrucksvolle Weise umgesetzt haben. Ob im Flugzeug nach Antalya, indem die eine sich für den Cluburlaub stylt, während die andere sich für den Besuch bei der Familie abschminkt oder auch in der Begegnung einer verwöhnten Frau aus der Stadt mit dem Landleben, machen sie mit knappen Worten und in starken Bildern deutlich, dass man seine Herkunft nicht verleugnen kann, so sehr man es auch versucht. Und sie zeigen, dass Integration auf Toleranz und Respekt gegenüber anderen Lebensweisen beruht.
seniorentheater
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25 Jahre Bildungsangebot für Menschen mit Behinderungen

Projektarbeit für alle Lebenslagen

aus: die Glocke, von Oliver Baumjohann
Kreis Warendorf „1991 gab es noch nicht viele Bildungsangebote für Menschen mit Behinderungen“, sagt Hermann Flothkötter. Auch deshalb hatte es ihn damaligen als Leiter der Freckenhorster Landvolkshochschule keine lange Überlegung gekostet, die Idee von Franz-Pius Graf von Merveldt tatkräftig zu unterstützen.

Der war 1991 Leiter des Hauses St. Vitus und zusammen mit Annette Lensing (Lebenshilfe) Ideengeber der „Projekttage“ als Bildungsangebot für Bewohner von Wohnheimen. Eine Idee, die auf ausgesprochen fruchtbaren Boden gefallen ist. Viermal im Jahr finden die „Projekttage“ seit 1991 statt – und so konnte am Dienstag in der Freckenhorster Landvolkshochschule gleich zweifach Geburtstag gefeiert werden – zum einen das 25-Jährige der „Projekttage“, zum anderen war es auch der insgesamt Projekttag.

Die Themenpalette war im Lauf des Vierteljahrhunderts vielfältig: Gesundes Essen stand ebenso auf der Agenda wie die Landwirtschaft, Bienenhaltung und der Umgang mit dem Handy, sicheres Fahrradfahren, der Umgang mit dem Rollstuhl, die Kultur der Indianer sowie eine Reise durch die Welt der Märchen waren nur einige der Inhalte von 100 Projekttagen.
abrakadabra
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Viele Probleme sind oft nur Missverständnisse

Interkulturelle Kompetenz

aus: Die Glocke, von Annika Reckeweg

Kreis Warendorf / Warendorf (gl). Was ist interkulturelle Kompetenz? Wie reagiere ich auf schwierige Situationen? Und ist es böse gemeint, wenn jemand meinen Handschlag nicht erwidern möchte?

Fragen wie diese standen bei der Fachtagung „Integration und interkulturelle Kompetenz“ des Kreis-Caritasverbandes am Montag im Mittelpunkt.

„Wir sprechen über verschiedene Kulturdimensionen und wie in der Gesellschaft damit umgegangen wird“, sagt Referent Wilhelm Stratmann. „Wir Menschen handeln immer auf Grundlage unseres Wissens, unserer Erfahrung und unseres Erlernten. Das ist aber nicht immer auf andere Kulturen übertragbar“, erklärt Stratmann. In anderen Kulturen gelten häufig andere Regeln und viele würden versuchen, die eigenen Standards auf andere zu übertragen.

In einer Situation, in der die Differenzen unterschiedlicher Kulturen aufeinandertreffen, sei es besonders wichtig, nachzufragen. „Erwachsene fragen oft nicht nach, sondern denken sich einfach ihren Teil“, so Stratmann. „Wenn jemand mir nicht die Hand geben will, dann muss das nicht böse gemeint sein, sondern kann auch Höflichkeit sein.“ Trotzdem denke jeder erst einmal, das Gegenüber meine es nicht gut mit einem. In 90 Prozent der Fälle können eine Frage und eine ehrliche Antwort das Problem aber ganz einfach lösen.
fachtag
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Caritas- NRW – Fußball-Cup

Warendorfer Caritas-Team siegt in Recklinghausen

Beim diesjährigen Caritas-NRW-Fußballcup, einem jährlich veranstalteten Turnier mit Fußballteams aus Caritasverbänden in ganz NRW, konnte sich das Team des Caritasverbandes im Kreisdekanat Warendorf e. V. endlich den Siegerpokal erspielen.
Mehrfach waren in früheren Jahren zweite und dritte Plätze belegt worden. Beim Turnier in Recklinghausen am vergangenen Samstag gelang es nun endlich, „ den Pott“ nach Warendorf zu holen.

Bildunterschrift: das siegreiche Team CV Warendorf 1: v.l. vorn: Andreas Hülser,  Marcel Adrian, Antonino Dromi, Jannik Röller, hinten: Wolfgang Drude, Javier Brea Ruzo, Dennis Pelz, Andrej Weimer (Foto-Hörnemann)

Bildunterschrift: das siegreiche Team CV Warendorf 1: v.l. vorn: Andreas Hülser, Marcel Adrian, Antonino Dromi, Jannik Röller, hinten: Wolfgang Drude, Javier Brea Ruzo, Dennis Pelz, Andrej Weimer (Foto-Hörnemann)


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