„Wie barrierefrei ist Oelde?“

„Es wird oft nicht an uns gedacht“
aus: Die Glocke, von Kirstin Oelgemöller

Oelde (gl). Fehlende Rampen an Zugängen, zu wenig Behindertentoiletten und Kanten an Gehwegen – das sind einige Beispiel für nicht barrierefreie Orte. Um die Interessen Betroffener zu erfahren, haben das Ambrosius-Haus und die Stadt Oelde anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung Bürger befragt.
Nicht nur Rollstuhlfahrer, sondern auch Personen, die mit Rollatoren oder Kinderwagen unterwegs sind, stoßen an vielen Stellen auf Hindernisse. „Es wird oft nicht an uns gedacht“, sagte Kristina Hemkemeyer am Freitag bei der Umfrage. Auf dem Markt sei es zum Beispiel sehr eng – vor allem mit dem etwas breiteren Rollator, auf den sie angewiesen ist. „Ich muss mir oft andere Wege suchen“, berichtete sie.

Oelde barrierefrei?
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Hund in der Overbergschule

Besondere AG: Shari hilft Kindern, sich mehr zu trauen

aus: Die Glocke, e.B.

Diese AG ist nicht alltäglich: Wenn Sahra und die anderen Kinder in der Caritas-OGS an der Overberg-Schule sich zur „Shari-AG“ treffen, so bedeutet dies, dass sie über den Umgang mit dem Hund für sich selbst lernen können.

Die Kinder entwickelten zunächst ein Gruppengefühl und lernten, Verantwortung für das Tier zu übernehmen, heißt es in einer Mitteilung der Caritas. Über die Beobachtung des Hundes schaffen sie es oft, auch über eigene Gefühle und ihr Verhalten zu sprechen. So werden Stimmungen ausgetauscht und angemessenes Verhalten eingeübt. Ein zweiter Effekt ist, dass die Kinder das Einhalten von Regeln lernen – in der Gruppe und für sich selbst.
shari
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Förderschüler lernen Betrieb kennen

„Boys Day“ bei Zweigstelle der Freckenhorster Werkstätten

aus: Die Glocke, von Oliver Baumjohann
„Und jetzt am Hebel ziehen“, fordert Maria Feuersträter Jan-Philipp auf. Der Schüler der Beckumer Vinzenz-von-Paul-Schule folgt der Anweisung, greift zum Hebel der Stanze, zieht an ihm und die Maschine bohrt ein Loch in das Filzstück. Wieder ein Schritt geschafft auf dem Weg zum fertigen Schlüsselanhänger.
Den nämlich konnten die Schüler der Vinzenz-von-Paul-Schule, die am „Boys Day“ zwei Stunden lang in die Arbeit der Zweigstelle „Print-Tec“ der Freckenhorster Werkstätten hereinschnuppern durften, als Erinnerung an ihren Besuch in der Stiftsstadt mit nach Hause nehmen. Das gute Stück war natürlich ganz individuell gestaltet mit dem eigenen Namen auf der Vorderseite des Filzes und einem frei gewählten Symbol auf der Rückseite. Viele der Schüler entschieden sich für einen Fußball oder einen Fußballspieler, aber auch Pferde, Frösche und Eisenbahnen standen bei den Besuchern hoch im Kurs.

Foto: Baumjohann

Foto: Baumjohann


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Massiv belasteten Kindern mit Rat und Tat zur Seite stehen

Sexueller Missbrauch
aus: Die Glocke (e.B.) Eine Ausweitung ihrer Aufgabe hat die Sozialpädagogin Julia Beermann in der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche des Caritasverbandes im Kreisdekanat Warendorf übernommen. Sie ist nun in Vollzeit mit der Beratung bei sexuellem Missbrauch, Gewalt und Vernachlässigung von Kindern und Jugendlichen betraut.

Diese Fachberatung ist schon seit mehr als 20 Jahren bei der Beratungsstelle in der Kirchstraße in Warendorf angesiedelt. „Mit Hilfe der finanziellen Förderung durch den Kreis Warendorf hatte der Caritasverband seinerzeit auf die zunehmende Zahl bekannt werdender Fälle von Missbrauch und Gewalt an Kindern reagiert und diese Stelle eingerichtet. So können wir die oft massiv belasteten Kinder und Jugendlichen gezielt unterstützen, wir können Eltern und Familienmitgliedern, aber auch Erzieher und Lehrer beratend zur Seite stehen“, so Diplom-Psychologin Andrea Froböse, Leiterin der Beratungsstelle. „Die Kinder und Jugendlichen erhalten in der Beratungsstelle Hilfe bei der Verarbeitung der oftmals traumatischen Erlebnisse. Besonders wichtig ist aber dabei, ihre Fähigkeiten und Stärken wieder hervorzuholen und zu erarbeiten, wie sie in Zukunft geschützt werden können“, erläutert die neue Fachberaterin Julia Beermann.

Andrea Froböse (l.)und Julia Beermann

Andrea Froböse (l.)und Julia Beermann


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