Kinder können Wald nun mit Bollerwagen erkunden

Heinrich-Tellen-Schule

Aus: Die Glocke Warendorf (gl). Bereits zum 16. Mal hat der Schützenverein Neuwarendorf jetzt die Kollekte des Gottesdienstes zum Schützenfest im Juni an die benachbarte Heinrich-Tellen-Schule überreicht.

Schulleiter Tobias Mörth freute sich über die Rekordsumme von 500 Euro und konnte so einen langen Wunsch der jüngeren Schüler der Förderschule für geistige Entwicklung umsetzen. Um den Wald rund um die Schule in Neuwarendorf zu erkunden oder auch einmal ausgedehnte Wanderungen zu machen, braucht die Schule einen Bollerwagen, da die teils auch körperlich beeinträchtigten Schüler Pausen benötigen. Auch können Schüler und Lehrer mithilfe des Wagens Unterrichtsmaterial an einen anderen Ort befördern.

Ein solcher Wagen ist aber nicht einfach so zu erwerben. Mit der Firma Niehoff aus Füchtorf sei der optimale Partner gefunden worden, teilt die Schule mit. Mitarbeiter der Firma hätten in liebevoller Arbeit den Bollerwagen hergestellt.

Um ihn zu präsentieren, zeigte Schulleiter Tobias Mörth gemeinsam mit den Schulkindern Jasmin, Johanna und Arthur – stilecht sitzend im Bollerwagen – dem Präsident des Schützenvereins Neuwarendorf, Matthias Kraemer, sowie dem Seniorchef der Firma Niehoff, Heinrich Niehoff, und dem Geschäftsführer Matthias Niehoff den Einsatz des neuen Wagens.

„Nur in die Dachstube, da komme ich nicht mehr so oft hin“

Demenz-Theater

aus: Die Glocke, von Oliver Baumjohann
„Es ist wichtig, dass wir lernen, in die Gefühlswelt von Menschen mit Demenz zu sehen“, ist Thomas Borggrefe überzeugt. Der 61-Jährige arbeitet seit mehr als 30 Jahren mit Menschen mit Demenz.

Als Seelsorger ist Borggrefe in einem niederländischen Pflegehaus tätig. Doch nicht nur das: Nach seinem Theologie-Studium hat er viereinhalb Jahre die Schauspielschule im niederländischen Utrecht besucht und bringt das Thema Demenz seitdem auf Bühnen in Belgien, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz und Deutschland. Und auch auf die Bühne im Edith-Stein-Kolleg für Altenpflege, wo Borggrefe sein Theaterstück „Dachstube“ gestern vor mehr als 200 Schülern präsentierte.

„Die Schüler bekommen so die Gelegenheit, sich über ein anderes Medium mit dem Thema Demenz auseinanderzusetzen“, freut sich Schulleiterin Monika Lückener über den Besuch von Borggrefe im Fachseminar für Altenpflege. Zu der Aufführung waren auch die Kooperationspartner wie Seniorenheime und Pflegestationen eingeladen.

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Seniorenreise an den Mittelrhein

Attraktives Reiseprogramm ermöglicht Senioren Reise in Gemeinschaft
aus: Die Glocke
Kreis Warendorf (gl.) Glück mit dem Wetter hatten 23 Senioren aus dem Kreis Warendorf bei ihrem Urlaub in Unkel am Rhein. Über ein Angebot der Caritas verbrachten sie zehn erholsame und gleichzeitig erlebnisreiche Tage. Als ehrenamtlicher Reisebegleiter stellte sich Franz-Josef Schlüter aus Telgte zur Verfügung.

Zum abwechslungsreichen Programm gehörte eine Schifffahrt auf dem Rhein mit Bonn als Ziel. Eine weitere Fahrt über den Weinort Linz, die Loreley, Rüdesheim mit der Drosselgasse, Bingen mit dem Mäuseturm sowie über Bacharach, St. Goar, Remagen und Neuwied hinterließ viele bleibenden Eindrücke. Nicht ausgelassen wurde der Besuch einiger Weinorte. Auf dem Unkeler Weinfestes war man sogar bei der Krönung der neuen Weinkönigin und dem großen Festumzug dabei. Spaziergänge und Wanderungen rund um den Mittelrhein rundeten das Programm genauso wie Bingo- und Musikabende ab. Trotz des abwechslungsreichen und vielfältigen Programms blieb noch ausreichend Zeit für eigenständige Unternehmungen. Bereits jetzt freuen sich alle Teilnehmer auf weitere gemeinsame Caritas-Seniorenfreizeiten.

Noch in diesem Jahr bietet die Caritas im Kreis Warendorf unterschiedlichste Reisen und Freizeitangebote an.

Auskünfte dazu erteilen Gabriele Kemper  w 02521 / 8401205 und 02581 / 945948 für Interessenten aus dem Bereich Beckum und Warendorf. Solche aus dem Bereich Ahlen können Kontakt zu Anna Maria Lohmüller  w 02382 / 893124 aufnehmen. Dort kann auch der Caritas-Reisekatalog angefordert werden.

Wenn Liebe und Zeitnehmen nicht ausreichen

Heilpädagogische Frühförderung

Aus: Die Glocke . von ANJA TENBROCK

Kreis Warendorf (gl). Marie (Name von der Redaktion geändert) hatte keinen guten Start ins Leben. Die Mutter drogenabhängig und ungewollt schwanger, der Säugling nicht erwünscht. Sofort nach der Geburt kam Marie in eine Pflegefamilie. „Wir hatten so viel Zeit und Liebe für sie“, sagt die Pflegemutter, „doch das reichte nicht.“

Marie verhielt sich auffällig. „Sie hatte motorische Schwierigkeiten. Sie war sehr, sehr anhänglich und beanspruchte mich ununterbrochen, wirkte stark verunsichert und hatte kein Selbstbewusstsein. Gleichzeitig konnte sie extrem zornig werden und ließ sich nur schwer lenken“, erzählt die Pflegemutter. „Marie hatte eine unbändige Wut in sich“, erinnert sich die 41-Jährige daran, wie sie zunehmend an die Grenzen ihrer Kräfte kam. „Doch mir fehlten Informationen, was ich hätte tun können. Ich wurde immer unsicherer und hilfloser, sah nur noch, was alles schlecht lief.“ Auch im Kindergarten fielen die Probleme von Marie auf. „Eine Erzieherin hat mich schließlich angesprochen und darauf aufmerksam gemacht, dass es die Möglichkeit der heilpädagogischen Frühförderung gebe.“

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