Wunschbaum im Landtag aufgestellt

Behindertenbeauftragten getroffen

Ennigerloh/Enniger/Everswinkel (gl).

Die Bewohner der Behindertenwohnheime Haus St. Vitus in Everswinkel, Christophorus-Haus in Ennigerloh und St. Marien am Voßbach in Enniger haben kürzlich ihren Wunschbaum nach Düsseldorf zum NRW-Behindertenbeauftragten Norbert Killewald gebracht.

Wunschbaum im Landtag aufgestellt

In einer Aktion zum Europäischen Protesttag für Menschen mit Behinderung am 5. Mai 2011 waren auf dem Markt in Ennigerloh die Wünsche von und für Menschen mit Behinderung gesammelt, auf Früchte und Blätter aus Holz geschrieben und zu einem riesigen Baum zusammengeführt worden. Es ging nicht darum, anzuklagen, sondern darum, auf die Wünsche der Menschen mit Behinderungen aufmerksam zu machen, ebenso auf das wichtige Miteinander von behinderten und nicht behinderten Menschen. Eine Aktion, die auch vom Ennigerloher Bürgermeister, Berthold Lülf, unterstützt wurde.

Die drei Heimleiter der Wohnheime, Lothar Berth, Manfred Lensing und Verena Jäckel, waren sich schnell darüber einig, dass dieser Wunschbaum Norbert Killewald überreicht werden sollte.
Auf Initiative des Ennigerloher SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Thomas Trampe-Brinkmann sprach der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion im Landtag, Marc Herter, eine Einladung für die Gruppe aus.

Norbert Killewald war vom Engagement der Besucher begeistert und ließ sich ihre Wünsche und Forderungen an Politik und Gesellschaft vortragen. Gut gewählt fand er auch den Zeitpunkt der Übergabe, denn in den nächsten vier Wochen finden einige Sitzungen in den Ausschüssen der Fraktion zu den Themen Barrierefreiheit und Inklusion sowie zu den Belangen der Menschen mit Behinderungen statt.

Wunschbaum im Landtag aufgestellt

Der Wunschbaum wurde vor dem Sitzungssaal der SPD-Fraktion aufgestellt. Somit geht jeder, der an den Gesprächen teilnimmt, daran vorbei und kann sehen, welche Wünsche und Belange den Menschen mit Behinderungen am Herzen liegen.

„Wir wollen nicht nur über die Menschen mit Behinderungen sprechen, sondern auch mit ihnen“, machte Norbert Killewald deutlich.

Quelle: (Bild(er) und Text), Die Glocke, Ennigerloh, 07.03.2012