Warendorf – Förderung von Kreativität, sozialem Lernen, Spaß und der „lustvolle” Umgang mit Sprache – vier Schlagworte, die sich zu einem zusammenfassen lassen: Lampenfieber. So heißt das neues Theaterprojekt, dass in den Sommerferien mit an den Start gehen wird.

Von Daniela Geuer/ WN
Das von der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW geförderte Projekt wurde vom Diözesan Caritasverband initiiert und wird auch in Warendorf durchgeführt. Als Projektpartner sind dabei der Caritasverband im Kreisdekanat Warendorf, die Overberggrundschule und die Everwordgrundschule aus Freckenhorst mit im Boot. Unterstützung gibt es durch das Theaterpädagogische Zentrum Münster (TPZ) und die Universität Duisburg-Essen.
Das Projekt ist zunächst auf drei Jahre angelegt und startet mit seinem ersten Baustein vom 16. bis 27. Juli. In dieser Zeit wird für Kinder der zweiten und dritten Klassen in der Form des Offenen Ganztags (OGS) ein Theaterworkshop angeboten. Gemeinsam werden die 30 Teilnehmer ein Theaterstück entwickeln. „Grundlage für das Stück ist das Buch „Die Geschichte vom Löwen, der nicht lesen konnte” von Martin Baltscheit”, erklärt Wilhelm Neu vom TZP. Dabei entwickeln die Kinder nicht nur das Stück selber, sondern erstellen auch ein Programmheft, bauen das Bühnenbild und basteln ihre Kostüme. So soll Kreativität angeregt werden, Sozialkompetenz gefördert und sprachliche Kompetenzen durch Sprach- und Leseförderung erweitert werden. „Sprache soll Spaß machen”, bringt es Hubert Bonekamp, Bereichsleiter bei der Caritas, auf den Punkt.
Veronika Hofmeister, Schulleiterin der Overberggrundschule liegt das Projekt besonders am Herzen: „Zurückhaltende Kinder können so in eine Rolle schlüpfen, sich ein wenig verstecken und trotzdem etwas präsentieren, was sie sonst nicht tun würden – so verwandeln wir ein Lämmlein zum Löwen.”
Natürlich darf die spannende Arbeit der zwei Wochen nicht der Öffentlichkeit vorenthalten werden: „Was ist ein Schauspieler denn ohne Publikum”, fragt Veronika Hofmeister. Deswegen wird es gleich zwei Vorstellung der Nachwuchsschauspieler geben. Am 27. Juli werden die Kinder ebenso auf der Bühne stehen, wie circa drei Wochen nach Schulbeginn. „Wir können uns vorstellen, das Stück vor den „neuen” Erstklässlern zu geben”, sagt Hofmeister.
Neben dem zweiwöchigen Intensiv-Block in den Sommerferien, besteht das Gesamtprojekt aus einem weiteren Baustein. In beiden Schulen wird das Theaterprojekt als AG im Rahmen der Arbeit des Offenen Ganztages weiter geführt. Nachhaltigkeit ist hier das Stichwort. Das in den zwei Wochen kompakt erworbene Wissen und die Fähigkeiten sollen durch theaterpädagogische Elemente und Aktivitäten weiter verfestigt und vertieft werden.