Viele Fragen beantwortet

Welche Nahrung soll ich eigentlich zu mir nehmen und welche meiden?

9 Frauen mit Fluchterfahrungen und 5 Ehrenamtliche aus Milte, Einen und Müssingen stellten sich jetzt wichtigen Ernährungsfragen. Beantwortet wurden diese von Irmgard Maikowski, Diätassistentin, Ernährungsberaterin und Diättherapeutin.

Los ging es am Mittwoch um 16 Uhr in der OGS der Grundschule in Milte. Zuerst wollte Frau Maikowski gern hören, was die Frauen für Vorlieben beim Essen und Trinken haben. Dabei stellte sich raus, dass sich Teilnehmerinnen alle schon recht gesund ernähren. Viele essen gern Gemüse- und Reisgerichte, bei den Kindern seien Nudeln mit Tomatensoße, sowie Bananen ganz weit vorne. Bei den Getränken sah es aber ein wenig anders aus: Cola und Kaffee machten dort ganz klar das Rennen, jedoch gefolgt vom bedenkenlosen Wasser und Tee. Dies nahm Frau Maikowski direkt auf und erzählte, wie Koffein im Körper abgebaut wird und wie viel Zucker in einem halben Liter Cola enthalten sind.

Irmgard Maikowski stellte unter anderem die Lebensmittelpyramide vor.


Ein halber Liter Cola enthält schon fast den gesunden Tagesbedarf an Zucker (50g/Tag), nämlich 35 Gramm. Große Augen gab es bei einigen Flüchtlingsfrauen, als ihnen erklärt wurde, dass das deutsche Leitungswasser gefahrenlos getrunken werden kann. Dies freute viele von Ihnen, mögen doch viele Flüchtlinge kein mit Kohlensäure versetztes Mineralwasser. Als die Referentin begann, die Ernährungspyramide zu erläutern, betonte sie, dass es für sie nicht die ungesunden oder die gesunden Lebensmittel gibt. Viel mehr riet sie dazu, bestimmte Lebensmittel oft und andere weniger oft zu sich zu nehmen. Nachdem die Teilnehmerinnen gespannt den Äußerungen der Referentin zur Lebensmittelpyramide und zu den Zuckergehalten in Getränken und Süßigkeiten gelauscht hatten und dabei gelernt hatten welche Lebensmittel in welchen Mengen empfohlen werden, ging es endlich ans Kochen.
Das Zubereiten der einfachen Rezepte hat sehr gut geklappt. Dabei viel schnell auf, dass die Frauen wohl gern und regelmäßig frische Mahlzeiten zubereiten, alles ging ihnen flott von der Hand. Zum gemeinsamen Essen fanden sich auch die Kinder der Teilnehmerinnen ein, sodass neben den 14 Erwachsenen auch 9 Kinder an der gedeckten Tafel saßen. Mit Toast-Pizza, Rote-Linsen-Salat, Karotten-Apfel-Rohkostaufstrich und Tzatziki zum Fladenbrot der irakischen Frauen wurden alle satt. Zum Nachtisch gab es noch Apfel-Zimt-Quark.
Irmgard Maikowski hatte die Rezepte so ausgewählt, dass sie einerseits wenig Zucker und wenig Fett enthalten, andererseits gut sättigen. Überrascht waren alle, wie preiswert die leckeren Speisen waren.
Die Veranstaltung fand auf Initiative der Gruppe Miteinander in Kooperation mit dem Fachdienst für Integration und Migration des Caritasverbandes statt.