Vergabekammer bestätigt Entscheidung der Caritas

Fahrdienst für Freckenhorster Werkstätten

aus: die Glocke, von Hans-Jörg Kraneburg

Kreis Warendorf / Freckenhorst (gl). Das Ausschreibungsverfahren des Caritasverbands bezüglich seines Fahrdienstes für die Freckenhorster Werkstätten hat keine Fehler aufgewiesen. So lautete gestern die Entscheidung der Vergabekammer in Münster. Damit sind die Malteser vorerst damit gescheitert, auf diesem Weg eine erneute Ausschreibung zu erreichen, um weiterhin den Fahrdienst für Behinderte zu den Werkstätten – wie seit 40 Jahren – versehen zu können. Der Hilfsdienst war im Vorfeld in einem Bieterverfahren dem Unternehmen Engler-Transfer aus Wuppertal unterlegen. Jetzt sind mit Ablauf Februar 110 Beschäftigungsverhältnisse im Kreis Warendorf gefährdet („Die Glocke“ berichtete).

Alle Beteiligten haben sich allerdings darauf geeinigt, dass die Malteser bis Ende Juni weiterhin ihren Dienst versehen. Der neue Anbieter möchte im laufenden Verfahren verständlicherweise keine neuen Strukturen schaffen. Der Rechtsstreit könnte nämlich noch in die zweite Runde gehen – vor das Oberlandesgericht in Düsseldorf.

„Wir werden die sehr umfangreiche Begründung der Kammer-Entscheidung intensiv prüfen lassen“, konnte der Geschäftsführer der Malteser in der Diözese Münster, Stephan von Salm-Hoogstraeten, noch nicht sagen, ob dieser Schritt unternommen wird. Zwei Wochen bleiben für diese Entscheidung.

Trotz der Rechtsstreitigkeiten, die jetzt Sache der Juristen sei, betonen sowohl Malteser als auch der Caritasverband das ansonsten ungetrübte Verhältnis zueinander. Von Salm: „Das soll kein Schaden für unsere wirklich tolle Zusammenarbeit sein.“