Sucht im Betrieb wird zu häufig noch ignoriert

aus: Die Glocke- Baumjohann
Kreis Warendorf (bjo). Etwa zehn Prozent der Belegschaft eines Unternehmens sowie der Verwaltungen weisen einen problematischen Alkoholkonsum auf, etwa 25 Prozent aller Arbeitsunfälle werden durch Alkohol-, Drogen- und/oder Medikamentenkonsum mitverursacht.

Die Zahlen, die gestern auf der Fachtagung „Sucht im Betrieb“ der Quadro Sucht- und Drogenberatung im Kreis Warendorf in der Freckenhorster Landvolkshochschule genannt wurden, machen die Dimension eines Problems deutlich. Dennoch werde es oftmals noch ignoriert, weiß Christiane Ratermann (Quadro Ahlen).

Nicht so in der Veka AG, wie Gregor Dörnemann verdeutlichte. Der Mitarbeiter in der Personalabteilung des Unternehmens verwies in seinem Vortrag auf eine Anfang 2010 geschlossene „Betriebsvereinbarung Sucht“, ein funktionierendes betriebliches Eingliederungsmanagement und die Verantwortung, die Vorgesetzten beim Thema Sucht und Vorbeugung zukomme.

Sucht im Betrieb

Das Referat von Dörnemann war nur einer von drei Fachvorträgen des Tages. Dr. Verena Locher beleuchtete das Thema „Sucht im Betrieb“ aus betriebsärztlicher Sicht, LWL-Sozialberater Ralf Kasprzyk sprach über Struktur und Aufbau betrieblicher Suchthilfe.

Neben Alkohol habe man in den Unternehmen auch mit weiteren Problembereichen und neuen Herausforderungen zu tun, machte Gregor Dörnemann deutlich und verwies auf Suchtfelder wie Ecstasy, Cannabis, Spielsucht, Magersucht oder Kontrollzwang. Sie alle, das wurde auf der Fachtagung am Montag in der Landvolkshochschule in Freckenhorst deutlich, sind deutlich schwieriger festzustellen als problematischer Alkoholkonsum. „Ein Vorgesetzter muss auf Auffälligkeiten reagieren und diese zum Thema machen“, nennt LWL-Sozialberater Ralf Kasprzyk die Herausforderung für Führungskräfte in Unternehmen.

Zukünftig will die Quadro Drogenberatung den Arbeitskreis „betriebliche Sucht“ im Kreis Warendorf wieder aufleben lassen und so den Austausch der Unternehmen fördern.

An der Fachtagung am Montag hatten 35 Vertreter aus Firmen und Behörden im Kreis Warendorf teilgenommen.

„Das Thema ist mit viel Unsicherheit verbunden. Deshalb wird es in manchem Unternehmen lieber ignoriert“, bedauert Christiane Ratermann von Quadro Ahlen.

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Dienstag, 4. November 2014

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