Ruhestand nach 190 Jahren im Schuldienst

5 Lehrkräfte der Heinrich-Tellen-Schule beenden ihren Dienst

Hildegard Bunge, Irmgard Gehrigk, Josef Kraß, Maria Rothaus und Ida Wunder haben die Heinrich-Tellen-Schule mit aufgebaut. Nach jeweils 40 oder fast 40 Dienstjahren stellen sie sich nun einer neuen Herausforderung: dem Ruhestand. Sie können noch davon berichten, wie es war, als vor fast 40 Jahren aus der damaligen Tagesbildungsstätte zunächst eine Sonderschule und später dann eine Förderschule für den Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung wurde.
Sie haben als Fachkräfte für sonderpäda-gogische Förderung und insbesondere in ihren Fachgebieten dazu beigetragen, dass die Schule heute mit ihrer breitgefächerten Kompetenz und dem modernen pädagogi-schen Konzept so gut dasteht. Dem Schul-motto „Vielfalt ist unsere Stärke“ haben sie ein Gesicht gegeben und gerade die Vielfalt der Begabungen unter den Schüler als Bereicherung angenommen.

Nach zusammen etwa 190 Dienstjahren verlassen sie jetzt die Heinrich-Tellen-Schule
von links, vorne: Maria Rothaus, Irmgard Gehrigk, Hildegard Bunge; hintere Reihe: Ida Wunder, Josef Kraß und Schulleiter Josef Niehenke



Hildegard Bunge wird uns durch ihr Fach-wissen und ihr Engagement für die Förde-rung im Bereich der Unterstützten Kom-munikation in besonderer Erinnerung blei-ben.
Irmgard Gehrigk hat Schülergenerationen mit ihrer Begeisterung und kreativen Kraft beim bildnerischen Gestalten, Werken und Theaterspiel angesteckt.
Mit Josef Kraß wird die Schulgemeinschaft für immer die Gitarre und die digitalen Medien verbinden. Seine Lieder wurden zu Schulhymnen.
Maria Rothaus´ besonderes Engagement innerhalb und außerhalb der Schule galt der Psychomotorik, der Bewegungsförde-rung mit Kopf, Hand und Herz, die beson-ders jüngere Schüler begeistert.
Ida Wunder hat die Kunst und die Lebens-wirklichkeit in die Schule geholt. Ob beim Fahrradtraining mit der Polizei oder den vielen Unternehmungen außerhalb der Schule – immer wieder zeigte sie, wie viel Freude lebenspraktisches Lernen machen kann. Ihr wurde bei der Verabschiedung auch noch eine besondere Ehrung zuteil. Aus der Hand des Vorsitzenden des Caritasrates im Kreisdekanat Warendorf, Franz-Josef Prangemeier, erhielt Ida Wunder die Ehrennadel in Gold für 40 Jahre im kirchlichen Dienst.
Jetzt wurden sie in einer Feierstunde von Karin Hüchtker, Personalleiterin beim Schulträger Caritasverband, und Schullei-ter Josef Niehenke verabschiedet. Dabei machte Josef Niehenke deutlich, wie nahe Freud und Leid beieinander liegen können: „Durch Euer Ausscheiden entstehen Lü-cken, die sich so schnell nicht schließen lassen. Aber zu unser aller Freude könnt‘ Ihr auch beruhigt gehen, denn junge und begeisterte Lehrkräfte, die Ihr zum Teil schon eingearbeitet habt, treten eure Nach-folge an. Und wenn sie noch mal einen Rat benötigen, dann wissen sie, wo sie anrufen können.!“