Nach Verletzung: Schweinerei am Heiligen Abend

Heinrich Tellen Schule aus: Die Glocke – von Andreas Poschmann

Die Geschichte ist natürlich ebenso wahr, wie die Tanne auch im Winter grünt und Rentiere mit einem Schlitten durch die Lüfte fliegen: die vom Schweinachtsmann. Bekannt geworden ist das Kinderbuch von Jörg Hilbert unter anderem durch den A-capella-Chor „6-Zylinder“ aus Münster. Am Mittwoch hat die Oberstufe der Heinrich-Tellen-Schule auf den Bühnenbrettern im Kulturraum der Schule gestanden.

Damit läuteten die Schüler fast zwei Wochen vor den „6-Zylindern“ die Schweinachtsmann-Saison ein. Und dem restlos begeisterten Publikum wurde eine herzerfrischende Kurzfassung des Musicals geboten, das sicherlich auch dem münsterschen A-capella-Chor gefallen hätte. Allerdings waren die „6-Zylinder“, die übrigens gern nach Neuwarendorf gekommen wären, beruflich verhindert.

Als Schweinachtsmann spielte sich Oleg Urich ebenso schnell in die Herzen der Zuschauer, wie „das komische Hirsch-Dingsbums“, sprich Rentier, Leon Niemerg. Ebenfalls eine tragende Rolle hatte Alsia Kleemann inne, die als Engel mit angenehmer Stimme für den guten Ton sorgte.

Am ersten Advent passiert das Malheur: Einer der Weihnachtsmänner verletzt sich an der Hand und muss darum würdig vertreten werden. Als Retter in der Not springt das Schwein ein und wird zum Schweinachtsmann. Nur schwer kann das grunzende Etwas von den vielen Keksen lassen, macht sich jedoch klar, das Plätzchen von platzen kommt. „Ich platz gleich, ich platz gleich, komm gib mir noch ’nen Keks“, stimmten die Kinder voller Inbrunst an. Bei so viel Einsatz steht natürlich schnell fest, dass das Schwein auch im kommenden Jahr wieder die Geschenke verteilen soll.

Und was tut ein Schwein, nachdem es ganz viele Kinder glücklich gemacht hat? Ist doch klar: Es wälzt sich in einem schönen, duftenden Misthaufen. Für die Bühnenakteure gab es als gerechten Lohn donnernden Applaus. Da war eine Zugabe fällig, die auch gern erfüllt wurde.

In weiteren Rollen standen Florian Elkmann, Emelie Engelhardt, Yasmin Schmidt, Malte Tillmann, Marion Brüske, Jonas Brunnbauer, Jan Lienkamp, Alexander Pankratz, Tobias Rickfelder, Thomas Röttger, Stefan Hokamp, Maike Scheel, Julian Hübner, Lena Schmitzfranz und Michelle-Sophie Schumann auf der Bühne.

Dem Chor gehörten Michelle Brun, Tessa Dünnwald, Corenna Inglik, Ferdinand Kappelhoff, Hagen Ludwig, Dario Petrusevski, Friederike Rost, Jasmin Schramm und Carina Söler an. Die Technik übernahmen Pascal Wollanik und Julian Hübner.