Menschen mit Behinderung in Arbeitsmarkt integrieren

aus: Die Glocke:

Kreis Warendorf / Freckenhorst (gl). Die Agentur für Arbeit Ahlen-Münster und die Freckenhorster Werkstätten setzen sich dafür ein, mehr Menschen mit Behinderungen in den regulären Arbeitsmarkt zu integrieren. Dazu schlossen die beiden Organisationen jetzt eine Kooperationsvereinbarung.

Darin verständigen sich die Partner, behinderten Menschen mit Qualifizierungsmaßnahmen und Praktika bessere Chancen für eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit zu eröffnen.

„Oft sind die Werkstätten eine passende Möglichkeit für behinderte Menschen, eine sinnvolle Beschäftigung zu finden – aber nicht immer“, sagte Joachim Fahnemann, Leiter der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster, bei der Unterzeichnung der Vereinbarung. Gemeinsam möchten die Kooperationspartner Werkstattbeschäftigten berufliche Alternativen anbieten. Fahnemann betonte: „Integration heißt: Wer auf den ersten Arbeitsmarkt passt, sollte dort auch arbeiten.“ Damit dies gelingt, gibt es ein umfangreiches Paket an Maßnahmen.
Kooperationsvereinbarung mit Agentur für Arbeit

„Ein ganz wichtiges Element sind Praktika in Betrieben“, unterstrich Fahnemann. „Dadurch können Berührungsängste abgebaut werden. Durch die praktische Arbeit können beide Seiten herausfinden, welche Tätigkeiten passen und wo ein sinnvoller Einsatz möglich ist.“ So kann die Beschäftigung behinderter Menschen sowohl ein Gewinn für die Zusammenarbeit im Team als auch ein Plus auf unternehmerischer Seite sein. „Es gibt in vielen Betrieben Tätigkeiten, die von Menschen mit Behinderungen ebenso gut ausgeübt werden können wie von Beschäftigten ohne Behinderung“, so Fahnemann.

Aus Sicht der Kooperationspartner leisten die Werkstätten für behinderte Menschen einen wichtigen Beitrag zur beruflichen Teilhabe. „Wir bieten Akzeptanz, Verdienst und Sicherheit für Menschen, die aufgrund ihrer Behinderung nicht oder noch nicht auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten können“, erläuterte Antonius Wolters, Geschäftsführer der Freckenhorster Werkstätten, und ergänzte dazu: „Die hier geleistete Arbeit ist gesellschaftlich notwendig, anerkannt und wird geschätzt. Die Werkstätten bleiben deshalb auch in Zukunft unverzichtbar. Zugleich ist es unsere Aufgabe, Menschen mit Behinderungen, die auf den allgemeinen Arbeitsmarkt passen, zu fördern und zu integrieren. Die neue Vereinbarung ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg dahin.“