Marte-Meo-Grundkursus bestanden

Besondere Schulung
aus: Die Glocke
Begeistert von ihrer Weiterbildung sind Teilnehmer des zweiten Marte-Meo-Grundkurses im Caritasverband. Sie scheinen genau zu wissen, wie sie das Erlernte zukünftig einsetzen wollen. Das zeigte sich beim Abschlusstreffen in den Räumen des Fachdienstes für Integration und Migration der Caritas an der Milter Straße in Warendorf. Fachdienstleiterin Ulrike Klemann begrüßte die Teilnehmer und stellte ihnen die Einrichtung mit den verschiedenen Fachbereichen vor. „Heute heißt es Abschied zu nehmen“, zeigte sich Stefan Hunfeld später ein wenig sentimental. „Aber ich bin gespannt, was daraus entstehen wird.“ Stefan Hunfeld, Leiter der Heilpädagogischen Frühförderung und Ausbilder zum Marte-Meo-Supervisor, und Ulrike Klemann, Leiterin des Fachbereichs für Integration und Migration, hatten den insgesamt 16 Teilnehmern an sechs Terminen die Grundlagen der Marte-Meo-Methode vermittelt.

Glückliche Absolventen/-innen des Grundkurses



Das Besondere an dieser Schulung war, dass sie sich nicht nur auf die frühkindliche Entwicklung von Kindern bezog, sondern vielmehr auch an Demenz erkrankte ältere Menschen und Menschen aus anderen Kulturen einbezogen hatte. Weitergebildet hatten sich dabei Mitarbeiter aus Tageseinrichtungen und der Erziehungsberatung ebenso wie Seniorenbegleiter und Frauen mit Migrationshintergrund, die in verschiedenen Projekten des Fachdienstes für Integration seit Jahren mitarbeiten.

Im Verlauf der Schulung setzten sie sich zunächst theoretisch mit der Marte-Meo-Methode auseinander, bevor sie sich selbst und die Methode in praktischen Übungen ausprobieren konnten. Dazu erhielten sie die Aufgabe, kurze Videosequenzen aus ihrem Arbeitsalltag zu erstellen und diese hinterher gemeinsam zu analysieren. Deshalb war das für alle Beteiligten ein Grund, die Übergabe der Zertifikate zu feiern. Dazu waren auch die Teilnehmer/-innen des ersten Kurses erschienen. Sie wiederum freuten sich, dass auch sie den Vortrag von Dr. Bettina Lamm vom Institut für Psychologie der Universität Osnabrück hören konnten. Frau Dr. Lamm, deren Fachgebiet die frühkindliche Bildung und Entwicklung ist, beschrieb dabei die unterschiedlichen Kulturen in Kamerun und in Deutschland. „In Afrika steht die Gemeinschaft im Vordergrund“, sagte Lamm. Westliche Mittel- und Oberschichten ließen ihrem Nachwuchs hingegen großen Freiraum, um sich individuell zu entfalten. So lautete schließlich eine wichtige Erkenntnis dieses Feiertags: „Es gibt kein richtig oder falsch – es gibt nur verschiedene Wege.