Lena Schmitfranz kehrt mit Goldmedaille zurück

Heinrich-Tellen-Schule bei Special Olympics

aus: Die Glocke „Wir haben alle gewonnen“ – das ist die einhellige Meinung von Michelle Brun, Sarah Korwes, Lena Schmitfranz, Malte Tillmann, Thomas Röttger und Jannik Westfechtel von der Heinrich-Tellen-Schule, die als Athleten vom an den Special Olympics in Düsseldorf teilgenommen haben.

Aber Lena Schmitfranz aus Sassenberg fuhr bei den nationalen Olympischen Spielen für Menschen mit einer geistigen Behinderung in ihrer Disziplin, dem Ein-Kilometer-Zeitfahren auf dem Dreirad, den Konkurrentinnen aus ganz Deutschland davon. Ihre Überlegenheit zeigte sich bereits in den Vorausscheidungen, in denen sie sich mit kluger Renntaktik und kalkulierter Risikobereitschaft eine sehr gute Ausgangsposition schaffte. Im Finale auf dem Straßenkurs am Arena-Sportpark in Düsseldorf konnte sie sich dann noch einmal verbessern und das Ziel in 2:29 Minuten erreichen. Damit war ihr die Goldmedaille sicher. Umjubelt von ihrem Team und dem Publikum, nahm sie am Abend bei der Siegerehrung die Siegermedaille entgegen. In ihrem Triumph bewies Lena wieder großartigen Teamgeist und beglückwünschte auch die anderen fünf Athleten der Warendorfer Förderschule, die in ihren Finalgruppen auf die Plätze 4 bis 8 gefahren waren.

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Im Special-Olympic-Song heißt es: „Ich gewinn’, egal ob ich Letzter, Zweiter oder Erster bin.“ In diesem olympischen Geist begegneten sich 4800 Teilnehmer, die in 18 Sportarten an den Start gegangen waren. In einer farbenfrohen Eröffnungsfeier erlebten sie gemeinsam mit Offiziellen aus dem Deutschen Olympischen Komitee, Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, Düsseldorfs Bürgermeister Dirk Elbers und Verena Bentele (Behindertenbeauftragte der Bundesregierung) die Auftritte vieler Stars aus Musical-Szene und Fernsehen. Höhepunkte waren das Entrollen der Olympia-Fahne, der Einzug der Delegationen aus den Bundesländern und das Entzünden des olympischen Feuers. Viel Applaus bekamen auch die Redner, die auf die Bedeutung der Spiele für die Inklusion im Sport hinwiesen. „Im Sport lässt sich die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen besonders gut verwirklichen“, meinte dazu ein Sprecher der Athleten, die von Sportvereinen, der Lebenshilfe, Schulen oder Werkstätten entsandt worden waren. In neun Sportarten, etwa im Doppel beim Tischtennis, gingen Athleten mit und ohne Behinderung gemeinsam an den Start. In allen Wettkämpfen wurden auch jene Athleten bejubelt und mit einer Schleife geehrt, die es nicht in die Medaillenränge geschafft hatten. Und der Wunsch von Daniela Schadt, der Lebenspartnerin von Bundespräsident Joachim Gauck, die als Schirmherrin der Spiele fungierte, ging in Erfüllung. Die Woche und die Abschlussfeier wurden „ein großartiges Fest des Sports und der Lebensfreude“.