Landtagskandidatin zu Besuch beim Caritasverband

Astrid Birkhahn informiert sich über Kita-Ausbau

Zu einem Informationsaustausch traf sich die CDU Landtagskandidatin für den Nordkreis Warendorf, Astrid Birkhahn aus Everswinkel jetzt mit Mitgliedern des Vorstandes des Caritasverbandes in Warendorf.

Die stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion im Kreistag informierte sich zunächst bei einem Besuch an der Baustelle für den neuen Ludgerus-Kindergarten in Ennigerloh über das dortige Vorhaben des Caritasverbandes. Sie lobte die beispielhafte Kooperation zwischen Caritasverband als zukünftigem Träger und der Kirchengemeinde als bisherigem Träger die mit ihrem Engagement einen wichtigen Beitrag dazu erbracht hatte, dass die neue Gemeinschaftseinrichtung möglich wird.

In einem anschließenden Gespräch mit Caritas Vorstand Herbert Kraft und Mitarbeiter Josef Hörnemann wurden als wesentliche Bereiche die Betreuung von Kindern in Tageseinrichtungen, die Möglichkeiten und Chancen für eine Integration von Kindern mit Behinderungen in Regelschulen und das Engagement des Caritasverbandes im Bereich der Jugendhilfe diskutiert. Birkhahn war einerseits froh, dass Herbert Kraft für den Caritasverband als Träger von vier Kindergärten die Finanzierung der Tageseinrichtungen nach KiBiz – Richtlinien für insgesamt knapp, aber auskömmlich bezeichnete. Sie nahm aber zur Kenntnis, dass er für die Bewältigung der durch KiBiz notwendigen Zusatzaufgaben (Sprachförderung, Familienzentren, etc.) den Personalausbau in den Tageseinrichtungen als dringlich einforderte. Einig waren sich die Gesprächspartner, dass dies vornehmlich für den Bereich der Betreuung von Kindern unter 3 Jahren gelten muss, weil der Betreuungs- und Pflegebedarf für Kinder dieser Altersgruppe doch erheblich größer ist, als man im Vorfeld gedacht hatte. Einig wiederum war man sich auch in der Einschätzung, dass Mitarbeiter/innen mit höherer Qualifizierung in den Kindergärten nicht zwingend erforderlich sind; hier sei es zielführend, dass erfahrene vorhandene Personal – auch ohne Studienabschluss – entsprechend zu unterstützen und ggf. fortzubilden.

Unterschiedliche Ansätze und Überzeugungen gab es in dem Gespräch nicht bei der Frage nach den Möglichkeiten zur Umsetzung der UN-Konvention für Menschen mit Behinderungen, soweit diese die Integration von Mädchen und Jungen mit Behinderungen in die Regelschulen angeht. Astrid Birkhahn ist – wie die Vertreter des Caritasverbandes – davon überzeugt, dass niemals für alle Schülerinnen und Schüler einer Förderschule eine entsprechende Inklusion in die Regelschule möglich ist. Dafür seien die pädagogischen Ansätze bisher zwangsläufig zu sehr unterschiedlich. Die CDU-Landtagskandidatin ist davon überzeugt, dass auch die Politik davon Kenntnis nehmen muss, dass nicht alle Menschen bezüglich ihrer Fähigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten gleichgesetzt werden können. Für eine richtige Entscheidung in dieser Frage müsse auch der Interessenskonflikt zwischen Schule und Schulpersonal, bei dem es um die Entwicklung der Kinder gehe, einerseits und der Politik mit ihrer Finanzverantwortung andererseits gelöst werden. Nur noch kurze Zeit verblieb den Gesprächspartnern noch für den Themenbereich der Jugendhilfe im Kreis Warendorf. Als sozialpolitische Sprecherin der CDU – Fraktion im Kreistag bedankte sich Astrid Birkhahn für das Engagement der Dienste und Einrichtungen im Caritasverband. Sie bedauerte, dass vor allem in den letzten 10 Jahren die finanzielle Unterstützung des Landes für die Jugendhilfe immer wieder zurückgefahren worden sei. Gleichzeitig sei man gerade im Kreis Warendorf durch den Ausbau der ambulanten Leistungen und die eingestellten Konzepte zur Früherkennung und frühzeitigen Kontaktaufnahme mit den Familien auf einem guten Weg, der auch zukünftig von der Landespolitik nicht verbaut werden dürfe.

Ludgerushaus

Bildunterschrift: Die Caritas-Vorstände Herbert Kraft (l.) und Michael Füssel informierten Landtagskandidatin Astrid Birkhahn auch über das Kindergartenprojekt in Ennigerloh (Foto: Caritas)