Individuelles Wohnen unter Obhut des Caritasverbandes

Von Barbara Hoischen /Die Glocke

Ennigerloh (gl). Ein neues Wohnhaus für Menschen mit Behinderungen baut der Caritasverband im Kreisdekanat Warendorf in Ennigerloh. Hier sollen nach der Fertigstellung im März 2013 elf Bewohner einziehen. Das Haus auf dem verbandseigenen Grundstück bietet auf drei Etagen Platz für sechs Wohnungen mit insgesamt fünf Rollstuhlplätzen.

Der Caritasverband betreibt vier Wohnheime im Kreis Warendorf, zu denen auch das Christophorus Haus in Ennigerloh gehört. Diese Einrichtung wird im Zuge des Projekts „Umwandlung von Groß- und Komplexeinrichtungen“ derzeit umstrukturiert. 36 der ehemals 49 Wohnheimplätze werden in Ambulant Betreutes Wohnen umgewandelt. In das neue Wohnhaus an der Alleestraße 29 werden ehemalige Bewohner des Christophorus Hauses und aus dessen Außenwohngruppe ziehen.

Sechs von ihnen haben am Mittwoch mit Manfred Lensing-Holtkamp, Leiter des Christophorus Hauses, und Herbert Kraft, Vorstandssprecher des Caritasverbands im Kreisdekanat, die Baustelle besichtigt. Erste Mauern des Untergeschosses sind zu sehen, auch den Platz des Aufzugs konnten sie schon ausmachen.

„Wir wollen schnell einziehen“, spricht Klaus-Peter Bomba seinen Mitbewohnern aus der Seele. Sie freuen sich auf die neue Umgebung im Innenstadtbereich, die sie „nahe ins Leben bringt“, wie Lensing-Holtkamp betont. „Hier könnt Ihr alles selbst machen, was Ihr gelernt habt, kochen, waschen, putzen, einkaufen“, zählt der Wohnheimleiter auf.

15 bis 16 Quadratmeter messen die neuen Zimmer. Es gibt Gemeinschaftsbäder für je zwei Personen, Gemeinschaftsräume, ein Mitarbeiterbüro und Funktionsräume. „Die Wohneinheiten sind bewusst kleingehalten, um den Bewohnern eine zunehmende Verselbstständigung zu ermöglichen“, erläutert Josef Hörnemann, Pressesprecher des Caritasverbands. Durch die Verteilung der Wohnräume auf drei Etagen erhalte das Haus einen Charakter für familienähnliches Wohnen. Leben und Wohnen sollten eine hohe Qualität haben.

Die kurzen Wege zu Geschäften und Bushaltestelle finden die Frauen und Männer, die hier einziehen, ideal. Und schon jetzt steht fest, dass sie zur Glühweinzeit mit den neuen Nachbarn ein zünftiges Richtfest feiern möchten.