Immer mehr Geschenke trudeln für Warendorfer Kinder ein

Aktion Kleiner Prinz

aus: Die Glocke, von Oliver Baumjohann Vielleicht verbirgt sich in dem Päckchen mit dem roten Weihnachtsmannpapier das heiß ersehnte Trikot der Lieblingsfußballmannschaft? Oder ein Filly-Schloss, die Barbie-Puppe, Playmobil- oder Lego-Spielzeug, ein paar Winterschuhe oder die dringend notwendige Winterjacke?
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Eines ist allen Geschenken, die sich in diesen Tagen in der Familienberatungsstelle der Caritas an der Kirchstraße stapeln, gemein: Sie werden zum bevorstehenden Weihnachtsfest an Familien gehen, die sich aus finanziellen Gründen keine oder kaum Weihnachtsgeschenke leisten können.

„Wir wollen helfen, Herzenswünsche zu erfüllen“, machen die Mitarbeiterinnen Birgit Waldmann, Beate Lampe und Andrea Froböse deutlich und freuen sich darüber, dass die „Aktion kleiner Prinz“ bereits im sechsten Jahr in Folge die Geschenke für die bedürftigen Kinder finanziert. „Wir schicken Jahr für Jahr Tausende von Päckchen nach Rumänien“, erinnert AKP-Vorsitzende Maria Mussaeus an die bewährte Aktion unter dem Motto, „Ich schenk Dir meinen Stern“. „Auch in Warendorf wollen wir individuell und gezielt helfen.“

130 Kinder in 63 Familien dürfen sich in diesem Jahr über ein Weihnachtsgeschenk der „Aktion Kleiner Prinz“ freuen. „Wir haben den Kontakt zu Familien, in denen Wünsche nicht einfach erfüllt werden können“, berichtet Beate Lampe aus dem Arbeitsalltag der Erziehungsberatungsstelle.

Unter den Klienten der Caritas-Einrichtung an der Kirchstraße fände sich die gesamte gesellschaftliche Bandbreite – darunter auch arme Familien, ergänzt Andrea Froböse. Ebenso wie die Mitarbeiter der Erziehungsberatungsstelle hatten die sozialpädagogische Familienhilfe und die Familienpflege der Caritas die Augen nach bedürftigen Familien offen gehalten: „Drei Viertel sind Alleinerziehende“, weiß Froböse.

Mit Hilfe der Aktion werden auch ganz besondere Weihnachtswünsche Wirklichkeit. „Auf den Wunschzetteln der Kinder standen in den vergangenen Jahre auch schon mal ein Gutschein für ein Pizzaessen mit der Familie oder ein gemeinsamer Kinobesuch“, macht Beate Lampe deutlich. „Das sind Dinge, die sich bedürftige Familien sonst nicht leisten können.“