Hund in der Overbergschule

Besondere AG: Shari hilft Kindern, sich mehr zu trauen

aus: Die Glocke, e.B.

Diese AG ist nicht alltäglich: Wenn Sahra und die anderen Kinder in der Caritas-OGS an der Overberg-Schule sich zur „Shari-AG“ treffen, so bedeutet dies, dass sie über den Umgang mit dem Hund für sich selbst lernen können.

Die Kinder entwickelten zunächst ein Gruppengefühl und lernten, Verantwortung für das Tier zu übernehmen, heißt es in einer Mitteilung der Caritas. Über die Beobachtung des Hundes schaffen sie es oft, auch über eigene Gefühle und ihr Verhalten zu sprechen. So werden Stimmungen ausgetauscht und angemessenes Verhalten eingeübt. Ein zweiter Effekt ist, dass die Kinder das Einhalten von Regeln lernen – in der Gruppe und für sich selbst.
shari

Sebastian Wirtz, OGS-Leiter an der Overberg-Schule, ist zudem wichtig, dass besonders zurückhaltende oder ängstliche Kinder sich im Kontakt mit dem Tier Schritt für Schritt mehr trauen und sich später dem Hund annähern. Auf diese Weise gewinnen die Kinder an Sicherheit und Selbstbewusstsein. Gleichzeitig erleben die Mädchen und Jungen über den Hund auch in der Gruppe Erfolge im Umgang mit Gleichaltrigen.

Einmal die Woche kommen Dorothea Gniostko, gelernte Erzieherin, mit ihrem Mann und dem ausgebildeten Therapiehund Shari für eine Stunde in die OGS. Zehn Wochen lang treffen sie sich so mit einer Gruppe von fünf Kindern.

Das Projekt, das vor allem aus dem Förderplan des Kreisjugendamtes finanziert wird, kann nach Auskunft von Sebastian Wirtz durch die Förderung der Volksbank auch Kinder einbeziehen, deren Eltern sich den Eigenbeitrag nicht leisten können. Anlässlich der Spendenübergabe bedankte sich jetzt Sebastian Wirtz bei Wilfried Stephani, Bankdirektor bei der Volksbank in Warendorf.