Gotteslob-Engel entwickeln sich zum Verkaufsschlager

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„Uns war es wichtig, dass nach der Einführung des neuen Gotteslobs die alten Bücher, aus denen zu vielen Gelegenheit gebetet und gesungen worden ist, nicht einfach weggeworfen werden“, schilderte gestern Ulrich Grimpe vom Referat Kirchenmusik des Bischöflichen Generalvikariats Münster die Idee hinter der Aktion. Also gab das Generalvikariat bei den Freckenhorster Werkstätten 2000 Engel in Auftrag, die aus den Seiten der ausgedienten Gesangbücher gefaltet werden sollten. 200 von ihnen hingen am 30. November als Installation im Haupteingangsbereich, dem so genannten Paradies, des Münsteraner St.-Paulus-Doms, wo anlässlich der Einführung des neuen Gotteslobs ein großes Chorsingen stattfand.

Den Erlös des Verkaufs der übrigen Engel überreichte Grimpe gestern als Spende an die Freckenhorster Werkstätten. Insgesamt 1050,47 Euro waren zusammengekommen, die jetzt für musikpädagogische Arbeit in der Einrichtung verwendet werden sollen. „Wir stecken mitten in den Planungen für unser neues Theaterstück „Der Zauberer von Oz“. Da kommt das Geld gerade recht“, freute sich der Geschäftsführer der Freckenhorster Werkstätten, Antonius Wolters.

Aber auch die Engel beschäftigen die Mitarbeiter der Werkstätten noch weiter. „Schon in der Weihnachtszeit konnten wir der Nachfrage kaum nachkommen“, erzählt Henner Lammers. „An den Ständen auf dem Lichtermarkt in Münster sind sie den Verkäufern förmlich aus der Hand gerissen worden, obwohl wir täglich 100 Stück nachgeliefert haben. Da kamen wir schon an die Kapazitätsgrenzen.“ So hat die Abteilung Print-Tec der Werkstätten mittlerweile mehr als 6500 Engel gefertigt und weitere Bestellungen aus dem Bistum Köln, aus Aachen und ganz Nordrhein-Westfalen liegen noch vor. „Deshalb wird bei uns fleißig weitergemacht“, erklärt Jürgen Kirsch, der für die Produktion in den Werkstätten verantwortlich ist. Und damit das Material nicht ausgeht, hat er schon viele weitere alte Gotteslob-Ausgaben für die Mitarbeiter gesichert.