„Göttliche Fügung“

Rektor Josef Niehenke mit großem Zirkus in den Ruhestand verabschiedet
aus. WN, von Engelbert hagemeier Über den roten Teppich ging es für Josef Niehenke gestern in Richtung „Manege“, wo er unter tosendem Applaus empfangen wurde. Der Schulleiter der Heinrich-Tellen-Schule (Förderschule für Geistige Entwicklung) wurde in den Ruhestand verabschiedet – und die Schüler, Kollegen, Freunde und Wegbegleiter hatten dafür nicht nur einen „Zirkus“ in der Turnhalle der Schule organisiert, sondern auch extra zu diesem Anlass die „Josef-Niehenke-Schulband“ gegründet.

Im Mittelpunkt des Vormittags stand ein Mann, der die Schule in den vergangenen Jahrzehnten maßgeblich geprägt hat, davon mehr als 17 Jahre lang als ihr Leiter. Keine Frage: Niehenke war beliebt.

Herbert Kraft, Geschäftsführender Vorstand der Caritas und Träger der Schule, zog gar den Vergleich zu einer „göttlichen Fügung“, dass Niehenke erst als Lehrer an die Schule kam und dann die Leitung übernahm. „Es war eine glückliche Entscheidung, und die Zusammenarbeit beider Schulleiter“, Josef Niehenkes und seines Stellvertreters Eberhard Everke, „war maßgeblich für die Entwicklung der Schule“, sagte Kraft, der auch das ehrenamtliche Engagement Niehenkes in diversen Gremien, Verbänden und Beiräten hervorhob. Als Dank überreichte er dem scheidenden Schulleiter das Caritas-Ehrenzeichen in Gold.

höchste Ehrung des Caritasverbandes für Josef Niehenke


er „schwebte auf Wolke sieben“


Die Reden wurden aufgelockert durch das bunte Programm, das die Schüler sich für ihren Schulleiter hatten einfallen lassen. Es gab akrobatische Darstellungen ebenso wie kurze Theaterszenen, Gesang und Tanzeinlagen. Diese Vielseitigkeit machte Eindruck beim Publikum und bei den Rednern. „Ein Programm mit so viel Herz habe ich lange nicht mehr gesehen“, staunte Schulamtsdirektorin Jutta Brambring.

„Ihre Schule hat ein hohes Ansehen und Sie haben ihr ein tolles Profil gegeben“, sagte der stellvertretende Landrat Winfried Kaup. Lobende Worte fand auch die stellvertretende Bürgermeisterin Doris Kaiser: „Sie haben ein unglaublich großes Engagement in der pädagogischen Arbeit gezeigt.“ Dank und Anerkennung gab es darüber hinaus von den Elternvertretern und den Schülern. Deren Sprecher Can Copur und Michaela Westhoff hatten zahlreiche Anekdoten aus der Schulzeit zusammengetragen.

Zum großen Finale trat der Chor der Lehrerkollegen gemeinsam mit der „Josef-Niehenke-Showband“ auf. Der baldige Schulleiter a.D. war tief beeindruckt vom Verabschiedungsprogramm. „Ich schwebe, ich bin auf Wolke sieben“, sagte er und dankte allen, die ihm auf seinem Weg geholfen haben. „So etwas kann man nicht allein erreichen, das ist Teamwork.“ Er sehe Aufbruchstimmung an der Schule und freue sich auf einen „spektakulären Neubeginn“ der Heinrich-Tellen-Schule. Dafür steht mit „Zirkusdirektor“ Tobias Mörth bereits sein Nachfolger bereit.