Für das Plus an Weiterentwicklung


Integrative Erziehung geht ganz individuell auf die Bedürfnisse von Kindergartenkindern ein

aus den WN – e.B. Kreis Warendorf – „Das ist uns damals sehr schwer gefallen, zu entscheiden, dass unsere Söhne in einen heilpädagogischen oder in eine integrative Gruppe des Teresa-Kindergartens in Warendorf gehen sollen.“ Anne Brinkmann erinnert sich noch gut an die Elterngespräche vor drei Jahren, als die Erzieherinnen vom Johannes-Kindergarten in Beelen auf sie zugekommen waren. Sie hatten ihnen nahe gelegt, dass ihre Söhne Lorenz und Jannes aufgrund ihrer Entwicklungsverzögerungen eine intensivere Förderung erhalten sollten.

„Den Jungs ging es im Johannes-Kindergarten zwar sehr gut, wir mussten dann aber einsehen, dass sie in einer Regelgruppe mit 25 – zumeist überlegenen – Kindern nicht vorankommen würden“. Anne Brinkmann und ihr Mann entschieden sich schließlich schweren Herzens dafür, Lorenz und Jannes ab Sommer 2011 in eine heilpädagogische Gruppe beim Teresa-Kindergarten in Warendorf wechseln zu lassen.

Ihre Sorgen waren unbegründet: Dort seien die beiden sehr lebhaften Kinder recht schnell für Kinder mit Behinderungen zu Vorbildern geworden. Um die Entwicklung der beiden noch besser zu fördern, wechselten die Jungen allerdings nach einiger Zeit in zwei integrative Gruppen. Eine gute Entscheidung, wie Anne Brinkmann schnell feststellte: „Ich war sehr froh, dass die beiden sich dort schon nach einer kurzen Eingewöhnungsphase sehr wohl gefühlt haben und gar nicht mehr in die alte Gruppe zurückgehen wollten.“

Je nach Tagesablauf kämen ihre Söhne jetzt täglich zwar ausgepowert, aber sehr zufrieden nach Hause. „Und wir freuen uns täglich darüber, welche starken Fortschritte beide gemacht haben“, betonen die Eltern.

Für Maria Heuer, Einrichtungsleiterin im Teresa-Kindergarten, ist die Entwicklung der Zwillinge aus Beelen ein gutes Beispiel dafür, wie positiv sich die Erziehung in einer integrativen Gruppe mit nur 16 Kindern auswirken kann. „Die Kinder fühlen sich wohl, weil sie in einer kleinen Gruppe individueller angesprochen werden und sich dadurch sowohl von anderen Kindern als auch von den Bezugspersonen angenommen fühlen“, schildert sie das Prinzip.

Kinder und Eltern hätten zudem alle Möglichkeiten, die Angebote des Teresa-Kindergartens in Anspruch zu nehmen. Einzelförderungen und Therapien wie Motopädie, Logopädie, Krankengymnastik und die heilpädagogische Förderung mit dem Pferd finden für Lorenz und Jannes im Kindergarten statt. Und das wiederum erlebt Mutter Anne Brinkmann als willkommenen Nebeneffekt. „Ich muss mit ihnen nicht mehr von Termin zu Termin und von Untersuchungen zur Therapie fahren“, unterstreicht sie. Selbst die Fahrten zum Kindergarten würden von einem Fahrdienst übernommen.

Als Mutter zieht sie insgesamt ein sehr positives Fazit und ist froh, dass sie sich trotz aller Skepsis und Unsicherheit dafür entschieden hat, was für ihre Söhne das Richtige ist, für den Teresa-Kindergarten. Es sei „wunderbar mitzuerleben, wie gut es den Jungs in den integrativen Gruppen des Teresa- Kindergartens geht und wie sie sich täglich weiterentwickeln“.