Förderschüler lernen Betrieb kennen

„Boys Day“ bei Zweigstelle der Freckenhorster Werkstätten

aus: Die Glocke, von Oliver Baumjohann
„Und jetzt am Hebel ziehen“, fordert Maria Feuersträter Jan-Philipp auf. Der Schüler der Beckumer Vinzenz-von-Paul-Schule folgt der Anweisung, greift zum Hebel der Stanze, zieht an ihm und die Maschine bohrt ein Loch in das Filzstück. Wieder ein Schritt geschafft auf dem Weg zum fertigen Schlüsselanhänger.
Den nämlich konnten die Schüler der Vinzenz-von-Paul-Schule, die am „Boys Day“ zwei Stunden lang in die Arbeit der Zweigstelle „Print-Tec“ der Freckenhorster Werkstätten hereinschnuppern durften, als Erinnerung an ihren Besuch in der Stiftsstadt mit nach Hause nehmen. Das gute Stück war natürlich ganz individuell gestaltet mit dem eigenen Namen auf der Vorderseite des Filzes und einem frei gewählten Symbol auf der Rückseite. Viele der Schüler entschieden sich für einen Fußball oder einen Fußballspieler, aber auch Pferde, Frösche und Eisenbahnen standen bei den Besuchern hoch im Kurs.

Foto: Baumjohann

Foto: Baumjohann


Bevor die Schüler allerdings ihren Schlüsselanhänger mit nach Hause nehmen konnten, galt es noch, die eigenen Namen und die gewählten Motive auf das Stück Filz zu pressen, die Transferfolie vorsichtig abzuziehen, die Metallöse im Filz zu verankern und den Schlüsselring in die Öse zu drehen. Alles Aufgaben, die die sieben Schüler im Alter zwischen 17 und 19 Jahren mit der Unterstützung ihrer Lehrer Ramona Gerecht, Sandra Bünger und Andreas Hülser sowie der „Print-Tec“-Mitarbeiter Maria Feuersträter und Brigitte Hilbing problemlos bewältigten.

Zum ersten Mal hatte „Print-Tec“ beim Girls und Boys Day Schüler zu Gast. „Wir drucken auch die Schülerzeitung der Vinzenz-von-Paul-Schule“, sagte Abteilungsleiter Jürgen Kirsch. „Da bot es sich an, den Schülern auch einmal zu zeigen, wie wir arbeiten.“ Zum Kennenlernen der Arbeit bei „Print-Tec“ gehörte auch eine gut einstündige Führung durch die Hallen, die Kirsch übernahm. Dabei zeigte er den Schülern die großen Druckmaschinen ebenso wie den Kreativbereich, bevor sie dann bei der Anfertigung ihrer Schlüsselanhänger selbst aktiv werden konnten.