Es ist ein Projekt, von dem viele Seiten profitieren. Die Mitglieder der Wohngruppen des Hauses St. Vitus in der Bergstraße 24 können sich über ein neues Gewächshaus freuen. Einige der Bewohner haben kräftig dabei mit angepackt.

von Günther Wehmeyer
Everswinkel –

Für vier Schülerinnen des „Berufskollegs Heilerziehungspflege“ in Ahlen war es ein Teil der Ausbildung. Sie haben sich diese Aufgabe selbst ausgesucht. Annika Henz arbeitet derzeit im Haus St. Vitus. Sabrina Strotkamp, Jana Haase, Doris Waage und Hannah Hölstershinken absolvieren den praktischen Teil ihrer Lehrzeit in Wohnheimen für behinderte Menschen in der Umgebung.

„Wir haben uns zusammen mit Alexander Sacharow, Frank Köllner. Matthias Rohling und Doris Waage vom Haus St. Vitus als Team verstanden“, bekunden die vier angehenden Heilerziehungspflegerinnen unisono. „Jeder von uns hat seine Beiträge geleistet.“ Bereits im Februar hatte die Planungsphase begonnen. „Wir haben die Zielsetzung, die zu erwartenden Kosten und den Ablauf zunächst der Heimleitung vorgestellt“, berichtet Annika Henz. Die Einbettung des Projekts in die Arbeit mit den Menschen mit Behinderung und die Nachhaltigkeit sei dabei ein wichtiges Thema gewesen. „Weil sich der Vorstand des Förderverein bereit erklärt hatte, den größten Teil der Kosten zu übernehmen, haben wir auch dort unser Projekt präsentiert.“

In sechs Etappen hatten sich die Akteure den Arbeitsablauf eingeteilt. Nach der Phase des Kennenlernens wurde zunächst das Projekt erklärt. Nach Erstellung des Fundamentes konnte der eigentliche Aufbau beginnen. „An diesem Tag hat es über die ganze Zeit geregnet“, erinnern sich die Teammitglieder. „Dazu war es auch noch ausgesprochen kalt.“

Dem Spaß an der Arbeit habe das Wetter jedoch keinen Abbruch getan. Nachdem der Boden aufbereitet war, hieß es Pflanzen einkaufen. Tomaten, Gurken, Salat und Küchenkräuter können die Bewohner demnächst aus eigenem Anbau ernten. Die Pflanzaktion war natürlich ein besonderes Highlight des Projekts. Damit auch alles gut gedeiht, wurde anschließend sogar ein Gieß-Plan aufgestellt. Von den Bewohnern gemalte kleine Schildchen helfen, die verschiedenen Kräuter auseinanderzuhalten.

Mitglieder der Wohngruppen des Hauses St. Vitus in der Bergstraße bauen Gewächshaus

Heimleiter Lothar Berth zeigte sich begeistert von der Arbeit des Gewächshausteams. „Das war ein sehr anspruchsvolles Projekt, alles ist hervorragend gelaufen und die jungen Leute haben weitgehend selbstständig gearbeitet“, lobte er alle Beteiligten. Die Auszubildenden hätte auch eine Teil ihrer Freizeit dafür geopfert. Die gaben das Lob umgehen zurück: „Uns hat es viel Freude gemacht, und wir bedanken uns für die Unterstützung, die wir von allen Seiten erfahren haben.“ Hermann Dirksen, Vorsitzender des Fördervereins hob hervor: „Ich freue mich, dass wir hier unbürokratisch dazu beitragen konnten, die Wohn- und Lebensqualität der Hausbewohner zu verbessern.“
Derweil war vom Grill schon die Hitze des Feuers zu spüren, und der erste Bratwurstduft lag schon in der Luft. Denn die Fertigstellung des Gewächshauses wurde natürlich gebührend gefeiert. Und das war die sechste und letzte Etappe des Projekts.

Foto: Wehmeyer- WN