Eltern.aktiv

quadro Suchtberatung in Beckum und Oelde ist Standort für Bundesprojekt

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der quadro Sucht- und Drogenberatung in Beckum und Oelde sind als Standortteam jetzt am Bundesprojekt „Eltern.aktiv – pro aktive Elternarbeit in der ambulanten Suchthilfe“, beteiligt, dass die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) und die LWL Koordinationsstelle Sucht in Münster durchführen. Bianca Bodkin und Jürgen Gottwald von der quadro-Beratungsstelle in Oelde stellten jetzt das Gesamtprojekt vor und wollen Eltern über ihre Möglichkeiten zur Mitwirkung informieren.

Viele Eltern sind überfordert, wenn es um den Suchtmittelkonsum ihrer Kinder geht. Gerade junge Menschen, die Suchtmittel konsumieren, stehen im Mittelpunkt der Sorge ihrer Angehörigen, denn der erste Kontakt zum Suchtmittel findet in einem Alter statt, in dem Eltern die Erziehungsverantwortung intensiv umzusetzen haben. 75 Prozent der von der Deutschen Hauptstelle befragten Eltern, halten es für ein weit verbreitetes Problem in der Erziehung, dass ihre Kinder zu früh mit Alkohol und Zigaretten oder anderen Suchtstoffen in Berührung kommen. Um Eltern in solchen Situationen angemessen zu helfen, wurde das Projekt aufgelegt. Es wird vom Bundes-Gesundheitsministerium gefördert und an dem zweijährigen Projekt nehmen Suchthilfeeinrichtungen aus dem gesamten Bundesgebiet teil. Für die Beratungsstellen in Oelde in Beckum ist es in diesem Zusammenhang schon etwas Besonders, daran mitarbeiten zu können. Wie alle Beteiligten wollen sie sich dafür einsetzen, dass zukünftig Eltern junger Suchtmittelkonsumenten schneller den Kontakt zu Beratungsdiensten erhalten, um sich selbst für eine Auseinandersetzung mit ihren Kindern zu qualifizieren.

Es geht außerdem natürlich auch darum, über die Eltern an die Jugendlichen selbst durch frühe Intervention heranzukommen. Pro-aktive Elternarbeit bedeutet außerdem, dass zum Ende des Projektes auf der Basis der Ergebnisse von Standortanalysen und Elternbefragungen ein spezieller Eltern-Flyer mit einem Leitfaden zu effektiven Zugangsstrategien, ein systematisiertes Erstgespräch sowie ein „Elternkoffer“ mit methodischen Konzepten zur Elternarbeit erstellt wird. Interessierte Eltern erhalten in Gesprächen und Schullungen konkrete Informationen und entwickeln gemeinsame Handlungsstrategien, mit denen sie ermutigt werden, ihren Einfluss auf die Kinder offensiver und direkter wahrzunehmen. Auf diese Weise werden die Eltern zu Partnern in der Frühintervention bei betroffenen Kindern und Jugendlichen.

Die quadro Sucht- und Drogenberatung Beckum/Oelde, wird u. a. auf der Grundlage eines wissenschaftlich entwickelten Fragebogens der Universität Hildesheim eine Befragung von Eltern mit Kindern im Alter von 12 bis 18 Jahren durchführen, um ein realistisches Bild über die Bedürfnisse und Fragen von Eltern jugendlicher Suchtmittelkonsumenten zu bekommen. Die Befragung wird vertraulich organisiert, niemand muss befürchten, seine Anonymität zu verlieren.

An diesem Projekt interessierte Eltern können ihre Teilnahme anmelden oder auch weitere Informationen erhalten bei den quadro Sucht- und Drogenberatungsstellen in Beckum – 0 25 21/84 01 0 (Bianca Bodkin/Veronika Stemick) und Oelde – 0 25 22/93 04 0 (Jürgen Gottwald)

Eltern.aktiv

Bianca Bodkin (re.) und Jürgen Gottwald von den quadro Beratungsstellen in Beckum und Oelde sind froh, dass über die Beteiligung am Bundesprojekt Eltern.aktiv auch Eltern im Kreis Warendorf von den Ergebnissen des Projektes profitieren können. (Foto – Caritas)