Bundestagsabgeordneter zu Besuch

Reinhold Sendker informiert sich im Koordinierungsausschuss der Caritasverbände

Zum fachpolitischen Austausch über Fragen und Probleme aus dem Bereich der Sozialpolitik hatten die Mitglieder des Koordinierungsausschusses der Caritasverbände im Kreis Warendorf jetzt Reinhold Sendker, MdB, zu Gast.
In seiner Begrüßung betonte Josef Hörnemann vom Caritasverband im Kreisdekanat Warendorf, es gehe den Mitgliedern des Ausschusses, das sind Vertreter/-innen der katholischen Träger von Einrichtungen und Diensten im Kreis Warendorf, besonders darum, zukünftig einen regelmäßigen Austausch mit den Abgeordneten aus dem Kreis Warendorf zu pflegen. Sendker könne insofern damit rechnen, dass er immer wieder auf sozialpolitische Entwicklungen und besonders auf Bedarfe innerhalb des Kreises Warendorf angesprochen werde.
Gern kam Reinhold Sendker zu Anfang der Bitte Hörnemanns nach, kurz über die Berliner Verhandlungen und die Zeit der Koalitionsbildung seit dem 24. September 2017 zu berichten. Sendker räumte ein, auch er persönlich habe nicht mit einem solchen Ausgang der Bundestagswahl gerechnet. Man habe im Vorfeld wohl zu wenig die bereits eingetretene Spaltung in der Gesellschaft ernstgenommen, die durch die unterschiedlichen Sichtweisen in der Flüchtlingspolitik in kurzer Zeit so stark geworden sei. Ihm persönlich falle es bis heute nicht leicht, sich an die neue Konstellation der politischen Fraktionen im Bundestag zu gewöhnen.

Mitglieder des Koordinierungsausschusses diskutierten mit Reinhold Sendker


Umso mehr müsse es aber darum gehen, dass die Koalition die Legislaturperiode erfolgreich nutze, um die vielen guten Zielvorgaben – auch und besonders in der Sozialpolitik – umsetzen zu können.
In der folgenden angeregten Diskussion wurden alle Themenbereiche berührt, die in den katholischen Verbänden virulent sind und zu denen Fragen aus der Runde gestellt worden waren. Nicht zu allen Bereichen konnte Sendker tagesaktuelle Neuigkeiten verkünden, wie für die Veränderungen in der Pflege alter Menschen, für die der Gesundheitsminister am selben Tage z.B. eine von den Krankenkassen zu finanzierende Aufstockung der Personalstellen nicht um 8.000 sondern um 13.000 Stellen verkündet hatte. Auch Sendkers Informationen zu den Themen Ärztemangel, bezahlbarer Wohnraum, Hartz 4/Langzeitarbeitslosigkeit, Integration von Flüchtlingen und für die gesamte Kinder-, Jugend und Familienhilfe wurden unter den anwesenden Vertretern der katholischen Verbände kontrovers diskutiert. Sendker wurde gebeten, Bedenken und Hinweise zu den einzelnen Fachfragen mitzunehmen und an die politisch zuständigen Stellen in Berlin weiterzuleiten. Dies versprach er und betonte, er sei sehr dankbar, dass man sich auf dieser fachpolitischen Ebene und in dieser Form austauschen könne.

Der Koordinierungsausschuss der Caritasverbände im Kreis Warendorf ist ein von den beiden Caritasverbänden gemeinsam geführtes und deren Satzungen entsprechendes Gremium, das die Arbeit der katholischen Träger von Einrichtungen im Kreis Warendorf koordiniert. Geschäftsführer Heinrich Sinder vom Caritasverband in Ahlen und Caritasvorstand Herbert Kraft aus Warendorf äußerten sich dankbar und zufrieden über den Austausch mit dem Bundestagsabgeordneten Reinhard Sendker. Die verbandliche Arbeit brauche zu jeder Zeit die Rückkopplung in die Politik, und die Politik sei auf entsprechende Hinweise und Anfragen aus der Praxis immer wieder angewiesen.

Foto: Mitglieder des Koordinierungsauschusses der Caritasverbände im Kreis Warendorf diskutierten auf Hof Lohmann mit Reinhold Sendker, MdB: v.l. Gertrud Schoppengerd, Kard.-v.-Galen-Haus Oelde, Beate Lampe, CKD-Dekanat Beckum, Josef Hörnemann, Kreiscaritasverband, Eva Dietrich, IN VIA, Thorsten Rahner, SKM, Herbert Kraft, Kreiscaritasverband, Markus Weber, CAD GmbH, Ulla Pinnekamp, Kath. Bildungsforum, Reinhold Sendker, Ida Knecht, SMMP-Service GmbH, Andrea Wittmund Baxpöhler, Caritas-Seniorenheime GmbH, Ursula Breuer, CKD-Dekanat Warendorf, Heinrich Sinder, Caritasverband Ahlen, Susanne Pues, SKF, und Gerda Borgmann, Caritasverband Ahlen und CKD-Dekanat Ahlen. (Foto-Caritas)

24.05.2018/jh