Betroffene reden bei Inklusion mit

aus: die Glocke/ von Oliver Baumjohann
Kreis Warendorf Sie wollen sich zu Wort melden und gehört werden. Sie wollen von ihren Interessen, Leidenschaften und Wünschen diskutieren, von ihrem Leben berichten und bei der Inklusionsplanung des Kreises mitreden.

Sie – das sind Mitglieder einer 30-köpfigen Gruppe von Menschen mit und ohne Behinderungen, die es sich zur gemeinschaftlichen Aufgabe gemacht haben, eine eigens geschaffene Internetseite mit Leben und Inhalten zu füllen und gleichzeitig ein Forum zu bieten für die Veröffentlichung von Berichten und Beiträgen der Nutzer.
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Zweimal im Jahr treffen sie sich zu einer umfangreichen Redaktionskonferenz in der Freckenhorster Landvolkshochschule, um Themen zu besprechen und das Gespräch mit Fachleuten zu suchen. Und so standen jetzt unter anderem Kreis-Sozialplanerin Verena Schulte Sienbeck, Radio-WAF-Chefredakteur Frank Haberstroh und Christoph Lowinski, Journalist und Vorstandsmitglied im Presseverein Münster-Münsterland, Rede und Antwort. „In fünf Arbeitsgruppen haben wir Beispiele inklusiver Praxis diskutiert“, blickt Josef Hörnemann für den Caritasverband im Kreis Warendorf auf das Treffen der Redaktionsgruppe zurück. „Dabei sind die Menschen mit Behinderungen selbst die Experten.“

Neben der Integrationsplanung sowie den Themen Zeitungs- und Radiojournalismus standen in den Workshops die Bereiche Arbeitsplatz, Freizeit und Wohnen im Mittelpunkt. Dabei wurden Schätze – gute Angebote – ebenso beleuchtet wie Stolpersteine und Fallen, Wünsche und Träume: „Wir schauen auf die Praxis guter Inklusionsprojekte“, sagt Josef Niehenke, Leiter der Warendorfer Heinrich-Tellen-Schule. Und auch Bewertungen scheuten die Mitglieder der Redaktionsgruppe nicht: Mit Klebepunkten machten sie auf verschiedenen Zielscheiben ihre Einschätzung der aktuellen Situation deutlich. „Diese Ergebnisse werden wir dem Kreis Warendorf für die Inklusionsplanung zuleiten“, versicherte Josef Niehenke. Und natürlich werden sie auch auf der Internetseite der Redaktionsgruppe ihren Platz finden.

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