Behinderung für Messdiener kein Hindernis

Ambrosius-Haus & Messdiener St. Johannes
aus: Die Glocke- Oelde (ba).
Seit Sonntag versehen vier Erwachsene mit Behinderung den Ministrantendienst in der St.-Johannes-Kirche. Dieser Schritt zur Inklusion gelang in einer Kooperation des Ambrosius-Hauses in Oelde und der Messdienergemeinschaft St. Johannes.

In der Sonntagsmesse traten die neuen Messdiener zum ersten Mal ihren Dienst an. Gemeinsam mit ihren Paten, vier jungen Erwachsenen aus der Messdiener-Leiterrunde St. Johannes, werden sie nun einmal im Monat den liturgischen Dienst am Altar verrichten.

„Unseren Bewohnern macht es viel Freude“, berichtete Daniela Pieper, Verantwortliche vonseiten des Ambrosius-Hauses. Sie hat vor kurzem eine Ausbildung zur Seelsorgerin für Menschen mit Behinderung gemacht und betreut nun das Projekt zusammen mit Diakon Thomas Berger.

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Angefangen habe alles beim Sommerfest des Ambrosius-Hauses, erinnert sich Berger. Dort habe er sich die Frage gestellt, in welcher Form man Menschen mit Behinderung noch stärker in das Gemeindeleben einbeziehen könne. Schließlich sei das Ambrosius-Haus ein wichtiger Teil der Pfarrei. Nach einem gegenseitigen Kennenlernen der neuen Messdiener und ihrer Paten hatten alle regelmäßig zusammen geübt und konnten nun ihren Dienst antreten.

Daniela Pieper freut sich über die gelungene Zusammenarbeit: „Es ist ein tolles Projekt, mit dem unsere Bewohner etwas in der Gemeinde beitragen können.“ Mit den vier Paten sei ein guter Kontakt sowie Sicherheit im Messdienerdienst geboten. „Außerdem braucht niemand Angst zu haben, etwas falsch zu machen“, fügte Berger hinzu.

Dechant Karl Kemper zeigte sich bei der Aufnahmefeier am Sonntag sehr glücklich und wünschte den Gottesdienstbesuchern, dass sie etwas von der großen Freude mitnehmen könnten, die die vier neuen Messdiener verbreiteten.