Angebot für Senioren

Urlaub ohne Koffer, aber mit viel Programm

Sassenberg Die Glocke (dor).
Verreisen ist schön und macht Spaß. Vielen Senioren aber ist diese Freude aus unterschiedlichen Gründen verwehrt. Da kommt es gerade recht, dass die Kirchengemeinden Sassenberg, Füchtorf und Beelen auch in diesem Jahr wieder 27 Senioren im Alter von 69 bis 93 Jahren zu einem einwöchigen „Urlaub ohne Koffer“ geladen haben.

Renate Wagner und Elfriede Meinersmann freuen sich an diesem Mittwochmorgen im evangelischen Gemeindesaal über das Singen mit Josef Schlingmann. „So ein Tag so wunderschön wie heute“ intoniert er, und nur zu gern stimmen die beiden Frauen und die anderen 25 Senioren ein.

„Ich bin zum ersten Mal dabei“, sagt Renate Wagner. „Die Gemeinschaft ist schön, wir werden verwöhnt und das Programm ist interessant“, findet sie lobende Worte für die Urlaubswoche, die im sechsten Jahr in Folge angeboten wird. Elfriede Meinersmann schätzt insbesondere die Gemeinschaft: „Es ist schon schön, wenn man mit anderen am Tisch sitzt und nicht allein essen muss.“

Wie die anderen Senioren kann sie sich an diesem Morgen nicht nur über die musikalische Einlage von Josef Schlingmann freuen. Mit Sophie Ruhe und Sophie Krall, elf und zehn Jahre alt, ist auch die jüngere Generation angetreten, die Urlauber mit Gitarrenspiel und Gesang zu verwöhnen. Für ihren Beitrag erhielt das Duo einen dicken Applaus und einen Eisgutschein, den Hannelore Blanke überreichte.

Blanke, Vorsitzende der evangelischen Frauenhilfe, hat die Fäden beim „Urlaub ohne Koffer“ fest in der Hand. Unterstützung bekommt sie dabei von einem ökumenisch besetzten, 20-köpfigen Helferinnenteam. Monika Lückemeier zum Beispiel, engagiert sich zum zweiten Jahr in Folge für dieses Angebot, das jeden Morgen um 9 Uhr mit einem Frühstück beginnt. Im Anschluss folgen verschiedene Programmpunkte wie gemeinsame Spiele, Bastel- und Liederrunden.

Um 12 Uhr íst das Mittagessen auf dem Tisch, mit viel Liebe gekocht von Elke Fischer. Im Anschluss daran stehen den Urlaubern im Ruheraum bequeme Ruhestühle für ein Nickerchen zur Verfügung. Mit voller Kraft voraus kann danach das Nachmittagsprogramm angegangen werden.

Am Montag zeigte Bürgermeister Josef Uphoff einen Film über Sassenberg aus den 50er-Jahren. Der kam bei den Urlaubern, die viele Gesichter wiedererkannten, ausgezeichnet an. Gleiches gilt für den Ausflug zum Hof Lohmann, die Planwagenfahrt zum Feldmarksee oder das Kaffeetrinken im schönen Garten von Elisabeth und Bernhard Lückewerth an der Hesselstraße. Heute endet der Urlaub mit einem ökumenischen Gottesdienst.