Angebot der Wohlfahrtsverbände

Sauerland-Ausflug: Weder Geld- noch Gesundheitsfrage

Kreis Warendorf / Freckenhorst

Deutschland wird alt. Lag vor 150 Jahren die Lebenserwartung eines Menschen noch bei 40 Jahren, werden heute geborene Mädchen durchschnittlich 82. Jungen 77 Jahre alt. Laut Progno¬sen des Statistischen Bundesamtes werden diese Werte in den kommenden Jahrzehnten noch steigen. Um sich dieser Entwicklung anzupassen, muss sich in der Gesellschaft einiges ändern.
Da möchten die Wohlfahrtsverbände im Kreis Warendorf, namentlich Arbeiterwohlfahrt (AWO), Caritas, Der Paritätische, Deutsches Rotes Kreuz (DRK) und Diakonie mit gutem Beispiel vorangehen. Nachdem der Arbeitskreis im vergangenen Jahr als gemeinsame Aktion eine Ausstellung mit dem Thema „Hass“ in Ahlen ausgerichtet hatte, die sich als Zielgruppe vorwiegend an junge Menschen richtete, um diese für die Themen Fremden – Hass und Rassismus zu sensibili-sieren, stehen nun die Senioren im Fokus eines attraktiven Angebots. Das steht unter dem Motto. „Lust auf einen Ausflug zur größten Talsperre im Sauerland?!“ und wurde im Gespräch mit der „Glocke“ vorgestellt.
Für Dienstag, 11. September, ist ein Halbtagesausflug zum Möhnesee geplant. Gegen 13.30 Uhr geht es mit dem Bus ins Sauerland. Bei einem Spaziergang können die beeindruckende Staumauer und das angrenzende Naturschutzgebiet erkundet werden. Als Höhepunkt wartet eine zwei-stündige Schiffstour auf dem Möhnesee, angereichert mit Kaffee und Kuchen. Die Heimreise wird gegen 18 Uhr angetreten.
200 Plätze sind zu vergeben, Anmeldeschluss ist der 13. August.
Doch nun zum eigentlichen Clou des Angebots: Um die Tour möglichst seniorenfreundlich zu machen, werden ehrenamtliche Mitarbeiter der Caritas und des DRK als Betreuer mitfahren. Auch gehandicapte Personen werden somit adäquat versorgt sein. Außerdem beträgt der Reisepreis humane 25 Euro. „Das Angebot richtet sich an alle Senioren. Auch Personen, die wenig Geld zur Verfügung haben, sollen teilnehmen können und mit anderen Menschen etwas unternehmen“. betonte Herbert Kraft. Der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft verwies in dem Zusammenhang auf das Problem der Vereinsamung im Alter. „Wir wollen auf dieses Thema hinweisen und soziale Kontakte aktiv herbeiführen. Wir hoffen darauf, dass unser Angebot Nachahmer findet.“ „Es ist wichtig, sich zu engagieren und etwas für Senioren zu tun. Ohne ehrenamtliches Engagement wäre das nicht möglich“. brachte es AWO-Geschäftsführer Ralf Topp auf den Punkt.