Seniorenreise an den Mittelrhein

Attraktives Reiseprogramm ermöglicht Senioren Reise in Gemeinschaft
aus: Die Glocke
Kreis Warendorf (gl.) Glück mit dem Wetter hatten 23 Senioren aus dem Kreis Warendorf bei ihrem Urlaub in Unkel am Rhein. Über ein Angebot der Caritas verbrachten sie zehn erholsame und gleichzeitig erlebnisreiche Tage. Als ehrenamtlicher Reisebegleiter stellte sich Franz-Josef Schlüter aus Telgte zur Verfügung.

Zum abwechslungsreichen Programm gehörte eine Schifffahrt auf dem Rhein mit Bonn als Ziel. Eine weitere Fahrt über den Weinort Linz, die Loreley, Rüdesheim mit der Drosselgasse, Bingen mit dem Mäuseturm sowie über Bacharach, St. Goar, Remagen und Neuwied hinterließ viele bleibenden Eindrücke. Nicht ausgelassen wurde der Besuch einiger Weinorte. Auf dem Unkeler Weinfestes war man sogar bei der Krönung der neuen Weinkönigin und dem großen Festumzug dabei. Spaziergänge und Wanderungen rund um den Mittelrhein rundeten das Programm genauso wie Bingo- und Musikabende ab. Trotz des abwechslungsreichen und vielfältigen Programms blieb noch ausreichend Zeit für eigenständige Unternehmungen. Bereits jetzt freuen sich alle Teilnehmer auf weitere gemeinsame Caritas-Seniorenfreizeiten.

Noch in diesem Jahr bietet die Caritas im Kreis Warendorf unterschiedlichste Reisen und Freizeitangebote an.

Auskünfte dazu erteilen Gabriele Kemper  w 02521 / 8401205 und 02581 / 945948 für Interessenten aus dem Bereich Beckum und Warendorf. Solche aus dem Bereich Ahlen können Kontakt zu Anna Maria Lohmüller  w 02382 / 893124 aufnehmen. Dort kann auch der Caritas-Reisekatalog angefordert werden.

Wenn Liebe und Zeitnehmen nicht ausreichen

Heilpädagogische Frühförderung

Aus: Die Glocke . von ANJA TENBROCK

Kreis Warendorf (gl). Marie (Name von der Redaktion geändert) hatte keinen guten Start ins Leben. Die Mutter drogenabhängig und ungewollt schwanger, der Säugling nicht erwünscht. Sofort nach der Geburt kam Marie in eine Pflegefamilie. „Wir hatten so viel Zeit und Liebe für sie“, sagt die Pflegemutter, „doch das reichte nicht.“

Marie verhielt sich auffällig. „Sie hatte motorische Schwierigkeiten. Sie war sehr, sehr anhänglich und beanspruchte mich ununterbrochen, wirkte stark verunsichert und hatte kein Selbstbewusstsein. Gleichzeitig konnte sie extrem zornig werden und ließ sich nur schwer lenken“, erzählt die Pflegemutter. „Marie hatte eine unbändige Wut in sich“, erinnert sich die 41-Jährige daran, wie sie zunehmend an die Grenzen ihrer Kräfte kam. „Doch mir fehlten Informationen, was ich hätte tun können. Ich wurde immer unsicherer und hilfloser, sah nur noch, was alles schlecht lief.“ Auch im Kindergarten fielen die Probleme von Marie auf. „Eine Erzieherin hat mich schließlich angesprochen und darauf aufmerksam gemacht, dass es die Möglichkeit der heilpädagogischen Frühförderung gebe.“

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Tag der Psychiatrie

Austausch mit Nachbarn steht im Mittelpunkt

aus: Die Glocke ( Himmel)
Der dezentrale Tag der Psychiatrie im Kreis Warendorf stand am Samstag unter dem Motto „Auf gute Nachbarschaft“.

Während der gemeinsamen Veranstaltung der psychosozialen Arbeitsgemeinschaft des Kreises Warendorf mit verschiedenen Trägern wurden in der Ahlener Innenstadt und auf dem Warendorfer Marktplatz Infostände angeboten, um psychisch Kranken, deren Angehörigen, Freunden oder Nachbarn von Menschen mit psychischen Problemen für Fragen oder Anregungen zur Verfügung zu stehen.

In Neubeckum ging Wilfried Röhler, Leiter des St.-Joseph-Heims, das Thema praktisch an. Seit 2004 feiert die Wohngruppe an der Spiekersstraße 91 ohnehin jedes Jahr ein Nachbarschaftsfest. Warum also nicht die Tradition aufgreifen und in einem größeren Rahmen Nachbarschaft im Garten live erleben?

Den Auftakt des Festes nahm der Hausherr zum Anlass, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen, in der psychisch Kranke in Landeskrankenhäusern behandelt wurden und dort, wenn es sich um eine chronische Erkrankung handelte, mit bis zu 60 Patienten in großen Bettensälen bleiben mussten. „Fürchterliche Zustände“, wie er betonte, die in den 1970er-Jahren mit der ersten Enquête-Kommission abgestellt worden wären, indem Behinderteneinrichtungen wie das St.-Joseph-Heim geschaffen worden seien. Betreute Wohnformen und Außenwohngruppen in gutbürgerlichen Wohngebieten wie an der Spiekersstraße wären der nächste Schritt gewesen, erzählte Röhler.

Beim Miteinander der Wohngruppenmitglieder mit ihren direkten Nachbarn herrsche nicht immer nur Friede und Freude, erzählte er. Es sei ab und zu auch problembehaftet. Deshalb sei der Austausch mit den Nachbarn auch so wichtig.

Bei herrlichem Wetter wurde dann ausgiebig geklönt. Mit leiser Hintergrundmusik am E-Piano begleitete Nachbar Hubert Töberg das Fest bis zum guten Schluss.

Altenpfleger/innen erhalten Zeugnisse

Schulentlassung am Caritas-Edith-Stein-Kolleg

Vor 3 Jahren hatte sie ihre Ausbildung begonnen. Am Freitag nun konnten 28 Männer und Frauen aus dem ganzen Kreis Warendorf und darüber hinaus von Schulleiterin Monika Lückener am Edith-Stein-Kolleg in Warendorf ihre Zeugnisse entgegen nehmen. Lückener hatte in ihrer kurzen Ansprache betont, dass die Absolventen/innen der Kurses 39 A und 39 B nach einer sehr praxisbezogenen Ausbildung die Prüfungen absolviert und am Vortag abgeschlossen hatten.

Sie überbrachte die Grüße des Caritasverbandes im Kreisdekanat Warendorf und gratulierte auch im Namen des Schulträgers zu den bestandenen Abschlüssen. Eine Schülerin wurde von ihr besonders begrüßt: Kader Simsek hatte mit dreimal sehr gut das beste Prüfungsergebnis erzielt.
Die Verabschiedung der Absolventen war am Edith-Stein-Kolleg ausnahmsweise nicht von einem anderen Schulkurs vorbereitet worden. Für die musikalische Untermalung sorgten bei dieser Feier Michael Wiehagen und die Sängerinnen Sigrid Eckey, Ulla Heinzer-Becker und Robin Hauser die – oft unter kräftigen Mittun der Gäste – viele bekannte Gospels und Spirituals zum Besten gaben und das mit einem fulminanten ‘oh happy day’ abrundeten.

Die Prüfungen als Altenpfleger/innen haben bestanden:

Andrea Göller, Emma Holodkow, Natalie Kastilion, Ronja Laukötter, Melissa Nigges gnt. Große Schürmann, Marlin Pabst, Selcan Celebi, Tobias Schäfer, Maik Wiemann, Emre Basarir, Mareike Bäumker, Sina Marie Degenhardt, Alexander Everkamp, Fatima Khedraoui, Claudie Kleinekemper, Jana Kreps, Michelle Rottkord, Katharina Rudolph, Iveta Rudane, Kader Simsek, Susanne Stenzel, Jacqueline Tessmann, Jana Trifonov, Isabell Unrau, Yvonne van Empel, Elena Weimer, Evelyn Wiebe, Stephanie Wittig.
Glückliche Absolventen/-innen der dreijährigen Altenpflegeausbildung am Edith-Stein-Kolleg in Warendorf.