Vortrag zum Thema Inklusion lenkt Blick auf das Wesentliche

Rainer Schmidt zu Gast

aus: die Glocke Ennigerloh
Wer könnte besser über das Thema Inklusion berichten, als jemand, der mit einer Behinderung lebt? Rainer Schmidt wurde ohne Hände und Arme geboren. Der erfolgreiche Tischtennisspieler, Pfarrer und Kabarettist war kürzlich zu Gast in der Alten Brennerei in Ennigerloh, um zum Thema „Inklusion, eine vernünftige Herzensangelegenheit“ zu referieren. „80 Gäste waren beeindruckt von seinen Erzählungen“, heißt es in dem Bericht. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Caritas-Kreisdekanat und der Inklusionsbeauftragten Marion Schmelter.
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Rainer Schmidt erzählte von seinem Leben mit der Behinderung. Dass er eine Einschränkung habe, sei ihm erst nach seiner Einschulung bewusst geworden, sagte er. Er sei auf eine Sonderschule gekommen und hatte die Welt nicht mehr verstanden. Warum konnte er nicht mit seinen Freunden auf die normale Schule gehen? Nach kurzer Zeit habe er aber festgestellt, dass die Kinder in der Sonderschule zwar unterschiedliche Einschränkungen hatten, aber trotzdem Menschen wie alle anderen waren.

„Aus seinem weiteren Leben zeigte er an verschiedenen Beispielen, dass es nicht auf Einschränkungen ankommt, sondern dass man sich auf seine Stärken konzentrieren sollte“, heißt es in dem Bericht.

Nach dem Vortrag hat laut Mitteilung eine rege Diskussion stattgefunden. Zum Schluss hätten viele Besucher das persönliche Gespräch mit Rainer Schmid gesucht. „Für mich war das eine Veranstaltung, die sehr ans Herz ging“, betonte die Inklusionsbeauftragte der Stadt Ennigerloh, Marion Schmelter, abschließend. Der Vortrag von Rainer Schmidt habe den Blick auf das Wesentliche gelenkt.

Wer mehr über Rainer Schmidt erfahren möchte, kann sich im Internet unter www.schmidt-rainer.com über den Tischtennisspieler, Kabarettisten und Pfarrer informieren.