Jeder Wunsch ist außergewöhnlich

Aktion Kleiner Prinz hilft mit Päckchen-Aktion
aus: die Glocke, von Kirstin Oelgemöller
Warendorf (gl). Winterschuhe, dicke Jacken und Gesellschaftsspiele sind in diesem Jahr meistgewünscht, resümiert Beate Lampe. In den vergangenen Tagen hat die Mitarbeiterin der Erziehungsberatungsstelle der Caritas gemeinsam mit ihren Kollegen zahlreiche Weihnachtsgeschenke gekauft und verpackt. Die sind aber nicht für die eigenen Angehörigen, sondern für Kinder aus bedürftigen Familien.
Bereits zum siebten Mal unterstützen die Erziehungsberatungsstelle und die „Aktion Kleiner Prinz“ in diesem Jahr Familien in finanziellen Notlagen. „Damals hatten wir das unbedingte Bedürfnis, auch für die Kinder vor Ort etwas zu tun“, erzählt Marion Schubert, Vorstandsmitglied der „Aktion Kleiner Prinz“. In Zusammenarbeit mit dem Caritasverband ist daraufhin das Projekt entstanden, bei dem Kindern aus wirtschaftlich schwachen Familien zu Weihnachten ein Herzenswunsch erfüllt wird.

Weihnachten für Kinder in der EB

Weihnachten für Kinder in der EB

Ein wichtiger Faktor bei der Päckchen-Aktion ist die Anonymität der Familien. Sie müsse gewahrt werden, weil die finanziell schwierige Situation der Familien nicht öffentlich thematisiert werden soll, erklärte Lampe. Außerdem sei es wichtig, dass die Kinder unter ihren Freunden nicht als Spendenempfänger gelten, wenn die Familien das nicht möchten. „Die Eltern sind glücklich, einen bestimmten Geldbetrag zur Verfügung gestellt zu bekommen, mit dem sie ein Geschenk finanzieren können“, erklärt Lampe. „Und die Kinder denken, dass das Geschenk von ihren Eltern kommt und von ihnen bezahlt worden ist“, fügt Schubert hinzu. Die Entscheidung darüber, wer die Geschenke kauft – die Eltern oder Mitarbeiter der Beratungsstelle – liegt bei den Familien.
Ob jedes Kind ein eigenes Geschenk bekommt oder ob es Gemeinschaftsgeschenke gibt, hängt von den jeweiligen Wünschen ab. Dass in diesem Jahr bei vielen Kinder ein Gesellschaftsspiel auf dem Wunschzettel stand, freut Andrea Froböse, Leiterin der Erziehungsberatungsstelle. „Das macht deutlich, dass sich die Familien gemeinsam an den Tisch setzen und zusammen Zeit verbringen.“ Eine andere Familie möchte das auf eine andere Art machen: Sie wünscht sich einen Gutschein zum gemeinsamen Pizzaessen. „Somit sind jeder Wunsch und jedes Geschenk außergewöhnlich, weil die Familien sich das sonst nicht leisten können“, erklärt Marie-Luise Mönnigmann von der „Aktion Kleiner Prinz“.